| Antwort der FEI auf Offenen Brief |
|
| Geschrieben von: FEI/ dl |
| Dienstag, 11. August 2026 um 14:23 |
|
Lausanne. Am 1.August diesen Jahres sah sich die Schweizerin Erika Attinger veranlasst, einen Offenen Brief an den Weltverband FEI zu schreiben aus Sorge, die Nasenriemen der Pferde wären zum Teil zu eng verschnallt. Sie forderte gleichzeitig fast ultimativ innerhalb von zehn Tagen im Hinblick auf die Weltmeisterschaften in Aachen eine Antwort, die FEI hat geantwortet. Sehr geehrte Frau Attinger, ich beziehe mich auf Ihr Schreiben vom 30. August 2026 (das die FEI am 2. August über das Aachener Organisationskomitee erreicht hat) bezüglich der FEI-Nasenriemenbestimmungen. Vielen Dank für Ihr Interesse an den Maßnahmen der FEI zur Sicherstellung des korrekten Sitzes der Nasenriemen. Wir wissen Ihr Anliegen um das Wohl der Pferde sehr zu schätzen. Das Wohl der Pferde hat für die FEI höchste Priorität und ist der Hauptgrund für die Entwicklung des Nasenriemenmessgeräts sowie der zugehörigen Bestimmungen und Protokolle. Die Nasenriemenkontrollen sind fester Bestandteil der Stewardship-Verfahren bei FEI-Veranstaltungen aller Disziplinen, einschließlich der FEI-Weltmeisterschaften 2026. Die FEI-Stewards sind für die Durchführung dieser Kontrollen gemäß den geltenden Protokollen verantwortlich, um ein einheitliches Vorgehen bei Wettkämpfen weltweit zu gewährleisten. Eine Kopie der allgemeinen und disziplinspezifischen Protokolle ist beigefügt; diese sind auch auf der Website der FEI veröffentlicht. Aus Gründen der Integrität ist es nicht angebracht, den Plan für die Durchführung der Kontrollen bei den FEI-Weltmeisterschaften extern zu kommunizieren. Wir versichern Ihnen jedoch, dass die Protokolle strikt eingehalten werden. Gemäß den FEI-Veterinärbestimmungen (Art. 1044.8 – Bandagen und Ausrüstung), die ab dem 1. Mai 2025 gelten, müssen Nasenriemen mit ausreichendem Spielraum eingestellt werden. Dieser Spielraum muss mithilfe eines von der FEI zugelassenen Messgeräts ermittelt werden. Diese Anforderung gilt für alle Arten von Nasenriemen, sowohl für obere als auch für untere. Gemäß FEI-Veterinärbestimmungen, Artikel 1044.8: „Zu fest angezogene Nasenriemen, die mit einem von der FEI zugelassenen Messgerät festgestellt werden, haben folgende Konsequenzen: Vor dem Wettkampf: Pferd und Reiter dürfen nicht starten, solange der Nasenriemen nicht ausreichend nachjustiert wurde. Während des Wettkampfs: Pferd und Reiter werden vom betreffenden Wettkampf ausgeschlossen, und der Reiter erhält eine Gelbe Karte.“ Gemäß Protokoll wird die Festigkeit der Nasenriemen bei allen FEI-Veranstaltungen von den FEI-Stewards mithilfe des FEI-Messgeräts kontrolliert. Falls nicht alle Pferde untersucht werden können, können Pferde stichprobenartig und/oder gezielt ausgewählt werden. Die Einführung des FEI-Messgeräts unterstreicht das kontinuierliche Engagement der FEI für eine standardisierte, objektive und zuverlässige Kontrolle der Nasenriemen. Das Gerät wurde nach umfangreichen Forschungen und Tests entwickelt und unterstützt die FEI-Stewards bei der einheitlichen Anwendung der Regeln bei allen FEI-Veranstaltungen. Mit freundlichen Grüßen, Áine Áine Power Geschäftsführerin Sport & Spiele
|