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Hugo Simon umjubelt wie ein Pop-Star PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Dieter Ludwig   
Sonntag, 20. Dezember 2009 um 13:38

La Coruna. Der Rentner Hugo Simon fährt auf die iberische Halbinsel und wird in Portugal und Spanien gefeiert wie ein Popstar – und das mit 67 Jahren. An seiner Einstellung können sich viele ein Beispiel nehmen, denn im Parcours werden auch ihm keine „Krücken“ als Hilfestellung untergeschoben... Vielleicht hat er aber wieder einmal zuvor mehr als andere trainiert.

Auf dem Foto: Hugo Simon (Mitte) an seinem 65. Geburtstag in Kanada mt seinen beiden besten Freunden (Foto: eigen)


 

In Porto am letzten Wochenende war er der erfolgreichste Teilnehmer des CSI, dann reiste er weiter ins spanische La Coruna zum 5-Sterne-Turnier. Und auch dort konnte den Österreicher Hugo Simon (67) im wichtigsten Springen keiner aus der Spitzengruppe hinausdrücken. Auf der belgischen Stute Ukinda wurde der Pfälzer Dritter im mit 150.000 Euro dotierten Großen Preis, er ritt zwei Runden ohne Fehler und kassierte dafür 22.500 Euro. Hugo Simon, Träger des „Goldener Vaterländischer Verdienstorden“ von Österreich, persönlicher Freund von Alt-Kanzler Helmut Kohl, scherzte hinterher: „Ich musste ja noch etwas für das Weihnachtsgeld tun...“ Und wie bereits in Porto tobten die Zuschauer, inzwischen wussten sie, wen sie unten im Parcours zu bejubeln hatten, „weil ich auch immer versuche, etwas zu bieten.“ Sie applaudierten für ihn nicht minder stark als für Jesus Garmendia Echaverria (44) auf Lord Du Mont. Der WM-Teilnehmer von Aachen 2006 war an diesem Abend der erste Spanier, der diese Prüfung gewinnen konnte. Preisgeld für ihn: 45.000 €. Zweiter wurde der Italiener Gianni Govoni auf Love Affair (30.000).

 

Am Turnier-Ende kennen alle Hugo...

 

Margit Herzau, Pflegerin, Stallmanagerin und auch Lebenspartnerin, wurde bereits in Porto gefragt, wer denn dieser Hugo sei. Sie meinte: „Am ersten Tag kennt man ihn kaum oder gar nicht, am Ende wissen alle, wer Hugo ist.“ Hugo Simon: „Meine Pferde springen wie verrückt.“ Und weiter meinte er: „Keiner versteht so richtig, warum ich mir noch Turniere antue. Aber manchmal habe ich eben noch richtig Spaß daran. Aber anschließend mache ich wieder mindestens vier Wochen Pause.“

 

Silvester feiert er wie schon viele Jahre zuvor in Linz bei seiner Ex-Frau Gabi und den Kindern Conny und Philipp.

 

In der Dressur gegen Josef Neckermann

 

Hugo Simon, der durchaus Vater des Gewinners sein könnte, ritt vor bald 50 Jahren in den Anfängen seiner Reiterei in der Dressur gegen den unvergessenen Josef Neckermann, in der Vielseitigkeit trat er ebenfalls an. Dreimal gewann er den Weltcup,  zehnmal wurde er österreichischer Staatsmeister (Rekord), er holte mit der Equipe völlig überraschend in Barcelona Olympisches Silber, zuvor ritt er in Rotterdam 1980 bei den sogenannten Olympischen Ersatzspielen – nach Boykott von Olympia in Moskau durch die meisten Westnationen wegen des Überfalls  auf Afghanistan durch die damalige UdSSR – auf Gladstone zu  Team-Bronze und Einzelgold vor John Whitaker auf Ryans Son, Melanie Smith (USA) auf Calypso und Paul Schockemöhle auf Deister.

 

An sieben Olympischen Spielen nahm er teil, er bestritt 13 Europameisterschaften, dabei verlor er den Titel 1979 in Rotterdam auf Glasdstone am letzten Sprung, dadurch „nur“ Dritter, Silber sicherte er sich bei der EM 1997 in Mannheim auf dem später geklonten ET,  sechs Weltchampionate sahen ihn am Start, dabei Bronze auf Lavendel in Hickstead 1974 – fast alle Championate gleichzeitig einsame Teilnahmerekorde. Er hat sich jedem und überall gestellt, „geschockt hat mich nie einer.“ Fünfmal hängte man ihm in Hamburg das Blaue Band als Zeichen  des Siegers im Deutschen Derby um. Bis 1971 ritt er für Deutschland, ab 1972 für Austria – weil der deutsche Verband zwar die „durchgerittenen“ Pferde des Hugo Simon wollten, aber nicht den Reiter Hugo Simon.

 

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