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Deutschland mit drei Neulingen beim 39. Weltcup-Finale der Springreiter PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: FN-Press/ DL   
Donnerstag, 16. März 2017 um 12:03

Warendorf. Am 39. Finale um den Springreiter-Weltcup in einer Woche in Omaha – parallel zum Dressur-Endturnier – nimmt ein in Deutschland nicht gerade sehr bekannter Reiter teil – Christian Heineking. Der Mecklenburger qualifizierte sich noch am letzten Wochenende in Ocala für die inoffizielle Hallen-Weltmeisterschaft.

 

Für die Parcoursspezialisten der Westeuropa-Liga stand zwar schon vor zwei Wochen fest, wer Ende März beim Weltcup-Finale der Springreiter in den USA an den Start geht. In der Nordamerika-Liga ging es jedoch am vergangenen Wochenende noch um wichtige Punkte. In Ocala/Florida machte Christian Heineking seine Teilnahme am Hallen-Höhepunkt in Omaha perfekt. Er ist  der dritte deutsche Reiter, der in diesem Jahr sein Debüt bei einem Weltcup-Finale feiert.

 

Mit drei Neulingen reist das deutsche deutsche Aufgebot Ende März (29. März bis 2. April) zum Weltcup-Finale der Springreiter im US-Amerikanischen Omaha. Neben dem erst 21-jährige Europameister der Jungen Reiter, Guido Klatte jun. (Lastrup), sind Markus Brinkmann (Herford) und Christian Heineking (Fort Worth/Texas) Erststarter beim alljährlichen Höhepunkt der Hallensaison. Am vergangenen Wochenende holte dabei der 37-Jährige Heineking die letzten nötigen Punkte für Omaha. Heineking, der aus Strassen bei Neustrelitz in Mecklenburg-Vorpommern stammt, absolvierte seine Ausbildung im Landgestüt Redefin, verließ seine Heimat aber 2008 und machte mit seiner Frau im texanischen Fort Worth einen Zucht- und Turnierstall auf.  Seitdem ist er in Nordamerika auch erfolgreich im internationalen Springsport unterwegs, startet aber weiterhin für Deutschland. Die Herausforderung Weltcup-Finale will Heineking mit seinem Oldenburger-Springpferd NKH Caruso (von Cash and Carry – Starlight) angehen. Mit dem 13-jährigen Wallach sicherte sich Heineking durch einen Qualifikationssieg in Las Vegas auch den Großteil seiner Weltcup-Punkte.

 

Gut zehn Stunden dauert die Reise der beiden von Texas nach Omaha. Ihr sportliches Ziel dort? „Uns so gut wie möglich zu verkaufen und so viele fehlerfreie Runden wie möglich zu reiten“, sagt Heineking.

 

Ähnliche Erwartungen hat auch das jüngste Mitglied im deutschen Weltcup-Aufgebot. Guido Klatte jun. Der Sieger von Deutschlands U25-Springpokal 2015 ritt im letzten Herbst und Winter erfolgreich bei Qualifikationen. In Las Vegas und Del Mar sammelte er einen großen Teil seiner Punkte. „Das Ziel hieß, in den USA schon Punkte holen, um Startplätze bei den Turnieren in Europa zu bekommen. Das hat glücklicherweise funktioniert“, berichtet der Lastruper. Es folgten weitere Top-Platzierungen in London, Leipzig und Bordeaux, die die Finalteilnahme absicherten. Mit insgesamt 47 Punkten steht er als zweitbester Deutscher auf Platz sieben des Endklassements in der Westeuropa-Liga. Sein Partner im Parcours ist stets der zehnjährige Fuchswallach Qinghai (von Quidam de Revel – Cordalme), der aus dem Springpferdezuchtverband Oldenburg-International (OS) stammt. Qinghai kam als Fohlen zur Familie Klatte. 2013 gewann er mit Klatte jun. das Bundeschampionat der sechsjährigen Springpferde, 2016 holten sie Gold in der Einzelwertung bei den Europameisterschaften der Jungen Reiter sowie Silber mit dem Team. „Qinghai ist top in Schuss, die Qualifikationen hat er gut weggesteckt, und er besitzt das nötige Vermögen und die Vorsicht für die Anforderungen in Omaha“, sagt Klatte. „Er ist ein Pferd, das von Tag zu Tag und von Runde zu Runde besser wird, das hat er letztes Jahr bei der EM gezeigt.“

 

Der dritte Weltcup-Neuling im Bunde ist Markus Brinkmann, der erst kürzlich in den B-Kader berufen wurde. Für den Herforder wird das Weltcup-Finale nun ein weiterer Höhepunkt seiner noch jungen sportlichen internationalen Karriere. Mit seinem zehnjährigen Holsteiner Wallach Dylon (von Diamant de Semilly – Carry) machte er in Göteborg die Qualifikation perfekt. 39 Weltcup-Punkte sammelten die beiden in dieser Saison. Sie bestritten in diesem Winter ihre erste Weltcup-Saison überhaupt und sicherten sich als erste Nachrücker einen Platz im Starterfeld von Omaha. Und das, obwohl Brinkmann einer der wenigen unter den Mitgliedern der A- und B-Kader Springen ist, die ihren Lebensunterhalt nicht direkt mit dem Reiten verdienen. Der 36-Jährige ist hauptberuflich in der Geschäftsführung des familieneigenen Bekleidungsunternehmens Bugatti beschäftigt, zu dem auch die Reitsport-Marke Pikeur gehört. „So ganz nebenbei“ hat er sich im vergangenen Jahr auch im internationalen Springsport etabliert.

 

Bereits drei Mal gewann Marcus Ehning (Borken) das Weltcup-Finale (2003, 2006, 2010) und gehört nicht nur deshalb zu den ganz erfahrenen Reitern im deutschen Aufgebot. Der 42-Jährige machte die Final-Qualifikation diesmal schon früh perfekt. Bereits zum Auftakt in Oslo belegte Ehning mit dem westfälischen Hengst Funky Fred (von For Pleasure – Pilot) Platz zwei. Ein Sieg in der Qualifikation von Madrid brachte ihm knapp die Hälfte seiner insgesamt 41 Zähler ein. Im Stechen setzte sich Ehning mit einem weiteren westfälischen Hengst, dem Sohn von Ludger Beerbaums Erfolgsstute Ratina Z, Comme il faut (von Cornet Obolensky – Ramiro), nach einer mustergültigen Runde an die Spitze des Klassements. Der viermalige Olympiasieger Ludger Beerbaum selbst schloss die Qualifikationsphase als bester Deutscher auf Rang fünf ab. Mit seinen beiden Spitzenpferden Chiara (von Contender – Coronado) und Casello (Casall – Carolus I), beide Holsteiner, kam der 53-Jährige auf insgesamt 56 Zähler mit Top-Platzierungen in Madrid, La Coruna, Leipzig, Zürich und Bordeaux. Der deutsche Rekord-Nationen-Preisreiter, der nach den Olympischen Spielen von Rio seine Championats-Karriere beendete, gewann als erster Deutscher das Weltcup-Finale 1993 mit Ratina Z und wurde zudem drei Mal Zweiter, zuletzt 2014 mit Chaman und Chiara.

 

Im vergangenen Jahr trug sich zum zweiten Mal in Folge der Schweizer Steve Guerdat als Pokalgewinner in die Liste ein. Der Hallen-Höhepunkt der Springreiter – das seit 1979 zum 39. Mal ausgetragene Finale im Springen - besteht wie bisher aus drei Prüfungen und erstreckt sich über vier Tage von Donnerstag (30.März) bis Sonntag. Am Samstag steht zusätzlich ein Großer Preis auf dem Programm. Alle Informationen zu Omaha finden Sie hier: www.omahaworldcup2017.com