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Am Strand von Miami gewann der Belgier Jerome Guery seinen ersten Grand Prix der Global-Tour PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Dieter Ludwig   
Sonntag, 16. April 2017 um 15:23

 

Jerome Guery, Nummer 30 der Weltrangliste, der mit seiner Ehefrau Patricia südlich von Brüssel einen Ausbildungs- und Handelsstall betreibt, gewann auf dem Fuchs-Wallach Grand Cru van de Rozenberg (11) von Malito de Reve in Miami Beach den zweiten von insgesamt 15 Großen Preisen der Global Champions Tou 2017. Den ersten Grand Prix hatte in Mexiko City vor einer Woche der Schweizer Martin Fuchs auf Chaplin für sich entschieden, er wurde diesmal Elfter.

(Foto: Stefano Grasso/ GCT)

Miami Beach. Der Belgier Jerome Guery gewann nach Martin Fuchs vor einer Woche in Mexiko City nun am Strand von Miami Beach den zweiten Grand Prix der Global Champions Tour, die deutschen Teilnehmer hatten auf vordere  Plätzen nicht einmal Sichtkontakt. Und adliges Geblüt aus Deutschland war auch am Start, wenn auch nur in Rahmenspringen…

 

 

Sie können alle über Jan Tops schimpfen, wie sie wollen, er bohrte jedoch seinen früheren Parcours-Kollegen jenen Geldbrunnen, nach dem sie alle jahrlang alle in der Erde buddelten. Der Mannschafts-Olympiasieger von Barcelona stieß auf die Quelle, er erfand die Global Champions Tour. Und er ankerte beim TV-Sender Eurosport des Konzern Discovery, der inzwischen auch die Übertragungsrechte für Olympia besitzt. Der Sender strahlt die einzelnen Springen fast zeitlich aus, und wer im TV-Geschäft gut vernetzt ist, hat auch rasch Sponsoren. Johannes, Augustinus, Petrus Tops hat alles richtig gemacht. Seit 2006 ist er mit seiner Serie auf Tour. In diesem Jahr bereits in Mexiko City, nun eine Woche später am Strand von Miami Beach.

 

Die Serie braucht Vorzeigegrößen. Und wer zum erlauchten Kreis des Oxer-Adels zählt, kommt, es gibt die besten Preisgelder in der Branche, er wird in den besten Hotels untergebracht, mit Pferden eingeflogen, und braucht nichts zu löhnen. Und wer gerade an der Sonne ist, macht sich für die Zukunft auch kaum Sorgen, und schon gar nicht um die Konkurrenz oder Kollegenschaft. Das Geschäft ist eiskalt. Das war immer so, das wird auch so bleiben. Wer rausfällt aus dem erlauchten Kreis, ist eben weg. Was zählt, ist das Dabeisein. Und nur ganz oben, oder ganz vorne, gibt es Geld. Und wer nicht aufgrund seines sportlichen Standes dazu gehört, kann sich einkaufen. Der Tops-Laden läuft, auch sein Pferdehandel. Und auch sein Ausbildungsstall, wo zum Beispiel die Nachkommen von Ölscheichs das nötige Know-how vermittelt bekommen. Tops und sein Management bieten auch etwas, nicht nur Springsport vom Feinsten, der Tops-Zirkus gastiert gezielt in besonderen Städten oder Orten und auf besonderen Plätzen, in London, erstmals in Berlin, Hamburg, Paris, London, Rom, Madrid, Cannes, Mexiko City, Monte Carlo, Shanghai oder vor dem Wasserschloss in Chantilly, bald garantiert auch in Moskau. Eine Mischung aus Spitzensport und Show, auch für das Auge und zum Wohlfühlen. Der Kostenapparat der Global-Tour pendelt um die 75 Millionen Euro im Jahr, allein die Fliegerei verschlingt 15 Millionen.

 

Nun bat das Unternehmen Global Champions Tour an den Strand von Miami Beach, wo ein VIP-Tisch 50.000 US-Dollar kostet, und den nicht einmal jeder haben kann, der`s könnte. Wie einer weiß, liegt inzwischen gar eine Warteliste aus. Es gibt nämlich nicht nur Reiter zu besichtigen, auch Filmstars oder Mächtige aus dem Regierungsviertel der USA. Den Sieg zum Rauschen der Wellen des Nordatlantiks trug erstmals in einem solchen Grand Prix der Belgier Jerome Guery (36) davon. Der Reitstallbesitzer aus der Nähe von Brüssel, in den letzten vier Jahren immer wieder in großen Prüfungen mit vorne, siegte in der mit 300.000 Euro dotierten Konkurrenz auf dem Fuchs-Wallach Grand Cru vor drei Konkurrenten, die ebenfalls das Stechen erreicht hatten. Hinter Guery, der 100.000 Euro an Prämie einstrich, belegte der Italiener Alberto Zorzi (28), seit zwei Jahren bei Jan Tops als Bereiter angestellt, vor allem zuständig für das Vorstellen von jungen Pferden aus dem Tops-Gestüts in der Nähe von Rennes, den zweiten Platz auf dem Schimmel Cornetto (60.000). Er war 57 Hndertstelsekunden langsamer als der Sieger. Die beiden anderen Plätze belegten der Belgier Nicola Philippaerts (23) auf dem Hengst Chilli Willi (30.000) ebenfalls fehlerfrei, und der Niederländer Harrie Smolders, der mit dem Hengst Emerald in der Entscheidung zwei Abwürfe hatte (30.000).

 

Von den deutschen Spitzenkräften fiel keiner auf. Bester Deutscher war der Starnberger Max Kühner als Zwölfter mit der Stute Electric Touch (8 Strafpunkte im Normalumlauf), doch der Oberbayer reitet seit zwei Jahren für Österreich. In den Rahmenprüfungen tauchte ebenfalls eine deutsche Reiterin auf, Anna von Guttenberg (15). Die Tochter des ehemaligen Verteidigungsminister Karl-Theodor von und zu Guttenberg war in einem Springen über Hindernisse bis 1,30 m mit ihrem Oldenburger Wallach Calvin Sechste, da gab es noch 270 Euro. Die Familie lebt seit 2011 in den USA.