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Casall stellte Holsteins Preisspitzen bei Fohlen-Auktionen PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Donata von Preußen/ Offz   
Montag, 11. September 2017 um 14:20

Von Nord nach Süd in Deutschland wechselte der Sohn von Casall für 34.000 Euro auf der Fohlenauktion in der Fritz-Thiedemann-Halle in Neumünster

(Foto: Janne Bugtrup)

Elmshorn. Bei der Holsteiner Fohlenauktion in Elmshorn wurden 45 mögliche Talente veräußert, 22 kosten über 10.000 Euro – zufriedene Gesichter in der Fritz-Thiedemann-Halle, und 42 Fohlen wechselten in Behrendorf die Besitzer.

Mit einem hervorragenden Durchschnittspreis von 10.444 Euro endete die Holsteiner Fohlenauktion in Elmshorn. „Wir haben schon im Vorfeld bemerkt, dass die Stimmung gut ist“, meinte Timm Peters (Bargenstedt), der zweite Vorsitzende des Holsteiner Verbandes, nach der Auktion in der Fritz-Thiedemann-Halle.  So kosteten dann auch nicht weniger als 22 der 45 im Auktionsring erschienen Fohlen mehr als 10.000 Euro. „Die Kunden waren bereit, gute Qualität zu honorieren“, sagte Timm Peters. Zum Spitzenfohlen avancierte ein Hengst v. Casall-Chin Champ-Libertino aus der Zucht der Zuchtgemeinschaft Redderberg, Ahrensbök, der für 34.000 Euro an eine Kundin aus Süddeutschland verkauft wurde. Casall stellte auch das zweitteuerste Fohlen dieser Auktion. Eine Stute aus einer Cassini-Cambridge-Mutter aus der Zucht von Dörte Gerken, Hammoor, fand für 20.500 Euro neue Besitzer in Frankreich. Überhaupt waren die Casall-Fohlen heiß begehrt: Mit einer Ausnahme kosteten sie über 10.000 Euro. Aber es waren nicht nur die Casall-Nachkommen die Interesse bei den Käufern fanden. Die beiden Cornet Obolensky-Nachkommen überschritten ebenfalls die 10.000 Euro-Schallmauer. Die Stute aus einer Caretino-Romino-Mutter aus der Zucht von Erhard Puls, Struvenhütten, kostete 11.500 Euro und wird die lange Reise nach Argentinien antreten, der Hengst aus einer Cassini I-Esteban xx-Mutter aus der Zucht von Daniel Winnicki (Choszczno -Polen) war italienischen Kunden 15.500 Euro wert. In Polen – von Roma Kosicka in Nowy Tomsyl   - gezogen wurde auch das For-Pleasure-Cormint-Quinar-Stutfohlen, das für 13.500 Euro an deutsche Kunden verkauft wurde.

Auch Dieter Feddersen, Vorsitzender des Körbezirks Nordfriesland, war mit „seiner“ Auktion zufrieden. In Behrendorf waren am Samstagabend  42 Fohlen aus den Körbezirken Nordfriesland und Schleswig-Flensburg erschienen. „Wir freuen uns, dass wir den Durchschnittspreis gegenüber den vergangenen Jahren noch einmal steigern konnten“, sagte er. Dieser betrug 7.583,33 Euro. Zum Spitzenfohlen avancierte eine Stute v. Barcley-Concerto II-Lord Calando aus der Zucht von Jens Vollersen, Hattstedt. Das braune Stutfohlen kann auf prominente Verwandtschaft verweisen: Ihre von Clearway abstammende Halbschwester Carella hat unter Niklas Krieg (Villingen) 2015 das Weltcupspringen in Leipzig und nahm im vergangenen Jahr u. a. am Weltcupfinale der Springreiter in Göteborg teil. In Behrendorf kosteten sieben Fohlen 10.000 Euro und mehr. Zum zweitteuersten Fohlen avancierte eine Casall-Clarimo-Contender-Tochter aus der Zucht von Heinrich Horstmann, Jerrishoe, die deutschen Kunden 12.500 Euro wert war. Ausländische Kunden waren auf beiden Auktionen erfolgreich mit ihren Einkäufen:  Die Holsteiner Auktionsfohlen werden künftig in  Ägypten, Argentinien, Australien, Belgien, Großbritannien, Italien, Österreich, Peru, Schweden,  der Schweiz und  den USA.