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Edward Gal hält mit dem Rappen Totilas nun alle "Weltrekorde" PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Dieter Ludwig   
Samstag, 17. Juli 2010 um 17:47

 

Aachen. Langsam fehlen die Worte, um das Naturwunder Totilas im Dressursport in Worte zu fassen. Inzwischen ist der Rapphengst mit seinem Reiter Edward Gal in eine andere Welt enteilt. Zu schlagen scheint er nicht mehr, wie nun auch nicht im Grand Prix Special des CHIO in Aachen - Deutschland hat inzwischen zu Holland gar den Anschluss verloren.

Edward Gal mit Totilas auf dem Abreiteplatz vor dem Grand Prix

(Foto: U.Ludwig)

 

Das Phänomen Totilas ist nicht mehr zu erklären. Und die Dressurwelt sollte oder müsste sich glücklich schätzen, mit einem solchen Pferd unter einem außergewöhnlichen Reiter wie nie jemals zuvor Werbung für die Dressur betreiben zu können. Beim 95. CHIO von Deutschland krachten die Betonpfeiler des Dressurstadion schier auseinander, die Anlage musste dann gar abgeriegelt werden, denn alle Welt wollte den Hengst Totilas  unter Edward Gal im Grand Prix Special miterleben. Und was dann die über 5.000 Zuschauer zu schauen bekamen, war eine Vorführung der Sonderklasse. Die fünf Richter zückten selbst verzückt und wahrlich nicht zu unrecht die Bestnoten, nicht weniger als 28-Mal erhielt der Weltranglisten-Erste die Höchstnote 10, die restlichen Noten schwankten zwischen acht und neun. Völlig mitgerissen war der niederländische Juror Wim Ernes, der für den Doppel-Europameister und seinem Hengst neunmal die Bewertung „ausgezeichnet“ in den Computer eingab.

 

Edward Gal hält jetzt alle „Weltrekorde“

 

Edward Gal, eine elegante Erscheinung im Sattel, immer mit schön colorierten Haaren,  dessen Lebensgefährte Hans-Peter Minderhoud (32) ebenfalls glücklich am Ende applaudierte, gewann mit der bisherigen Rekordnote von 86,458 Prozentpunkten. Damit hält der Doppel-Europameister und ehemalige Schüler von Anky Van Grunsven („er hatte nichts, als er kam, aber Ehrgeiz und Talent“) nun alle Punktebestleistungen: 84,085 im Grand Prix seit der letzten Europameisterschaft im Herbst 2009 vor Schloss Windsor, in der Kür seit letztem Dezember in London mit 92,3 und nun auch im Grand Prix Special. Edward Gal: „Wenn Totilas so bei den Weltreiterspielen in wenigen Monaten in Kentucky geht, werden wir Weltmeister. Aber ihm oder auch mir können Fehler unterlaufen, wir sind Gott sei Dank keine Maschinen.“

 

Verärgerte Isabell Werth...

 

Gegen Edward Gal und seinen erst zehnjährigen Rappen anzutreten, heißt verlieren. Nie zuvor war ein Paar im Viereck derart überlegen. Das musste die Konkurrenz diesmal härter als sonst spüren. Gals Team-Gefährtin Adelinde Cornelissen, wie er in Windsor mit zweimal Gold bei der EM ausgezeichnet, mit der Equipe und im Grand Prix Special, Gal mit dem Team und in der Kür, kam trotz einer großartigen Leistung mit Parzival diesmal „nur“ auf 82,542 Zähler, dahinter folgte bereits die Klaus-Balkenhol-Schülerin Laura Bechtolsheimer (Großbritannien) auf Mistral Hojris (79,375) – noch vor der deutschen Grand Prix Special-Weltmeisterin Isabell Werth (Rheinberg) auf Satchmo (76,417). Die deutsche Vorzeigereiterin sagte anschließend leicht echauffiert, sie verstehe nicht, warum Satchmo für starken Trab „nicht mehr eine neun bekomme wie bei der Weltmeisterschaft 2006, sondern nur noch eine sieben“, die große Differenz in der Notengebung bereite ihr Kopfzerbrechen, „dagegen wehre ich mich. Das hat nichts damit zu tun, dass ich mit Niederlagen nicht leben könnte“.

Isabell Werth... bereits wieder gut gelaunt

(Foto: U.Ludwig)

Der erfolgreichsten Dressurreiterin der letzten 15 Jahre fehlt auch Wettkampfpraxis. Wegen des von ihr erwiesenen nicht verursachten Dopingfalls eines Nachwuchspferdes beim Pfingstturnier 2009 in Wiesbaden war sie vom Weltverband zunächst für ein halbes Jahr gesperrt worden, die deutsche Föderation schlug nochmals sechs Monate darauf, ohne ihr bis heute eine verständliche Erklärung zukommen zu lassen. Dass sie dennoch den Deutschen vorneweg reitet, zeigt ihre Klasse – oder den Unterschied zum Rest der Republik.

 

Christoph Koschel: „Hätte frecher sein sollen“

 

Gut schlugen sich sicher in Aachen die Neulinge Christoph Koschel (Hagen) auf Donnperignon als Sechster im GPS (74,333) und Anabel Balkenhol (Rosendahl) auf Dablino (73,5) als Achte. Die Mannschaft Werth, Koschel und Matthias-Alexander Rath (Kronberg) auf Sterntaler kam in der Nationen-Preis-Wertung aus Grand Prix und Grand Prix Special auf lediglich 442.998 Punkte, zu den wie im Vorjahr siegreichen Holländern (478.64) – Gal, Cornelissen und Imke Bartels-Schellekens auf Sunrise – lag mehr als der Ozean dazwischen. Christoph Koschel, Derbygewinner im letzten Jahr: „Erstmals in Aachen dabei zu sein, ist nicht so einfach. Vielleicht hätte ich etwas frecher reiten sollen, aber hinterher ist das immer leicht gesagt.“

 

Den dritten Platz in der Mannschaftswertung belegte Großbritannien. Zwischen den Briten und Deutschen entscheidet sich bei den Weltreiterspielen Ende September in Kentucky die Vergabe von Silber oder Bronze. Gold ist erstmals in der Geschichte dieser Titelkämpfe seit 1966 in der Dressur für die Niederlande reserviert.

 

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