Politik und Wirtschaft trafen sich am Rande der Pferdesport-Weltmeisterschaften Drucken
Geschrieben von: offz/ dl   
Donnerstag, 13. August 2026 um 17:57

Aachen. Beim neuen Dialogformat „Runder Tisch Europa“ am Rande der Pferdesport-Weltmeisterschaften in Aachen haben sich hochkarätige Vertreter aus Politik und Wirtschaft zu gesellschaftlich drängenden Fragen ausgetauscht. Zwei Karlspreisträger und eine Bundesministerin gaben Impulse für rund 200 internationale Gäste.

 

 

 

Die Relevanz des neuen Dialogformats war bereits an der Gästeliste abzulesen: Sir Liam Fox (britischer Verteidigungsminister a.D.), Serap Güler (Staatsministerin im Auswärtigen Amt) und S.E. Ahmed Alattar (Botschafter der Vereinigten Arabischen Emirate) waren nur drei der international bedeutsamen Namen. „Europe Table“ hat einen Nerv der Zeit getroffen: Die Zukunft Europas beschäftigt die Menschen, rund 200 Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Kultur waren der Einladung dazu gefolgt.

 

Armin Laschet, nicht nur Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses des Deutschen Bundestags und Ministerpräsident a.D. sondern auch Schirmherr der Veranstaltung, sah in dem zweistündigen Programm den Auftakt eines regelmäßigen Treffens, das jährlich im Allianz Park in der Aachener Soers stattfinden soll. „Zwei Institutionen in Aachen, die weit über die Stadt hinauswirken, haben noch nie eine gemeinsame Veranstaltung organisiert. Deshalb freut es mich umso mehr, dass der Aachen-Laurensberger Rennverein und der Internationale Karlspreis zu Aachen nun den „Europe Table“ ins Leben gerufen haben“, sagte Laschet, der auch Vorsitzender des Karlspreisdirektoriums ist.

 

Anschließend tauschten sich verschiedene Experten zu Themen wie Migration und den damit verbundenen Herausforderungen, neuen Kooperationen im Mittleren Osten und digitaler Souveränität aus. Einen besonderen Einblick gab darüber hinaus Maria Kalesnikava, belarussische Oppositionsführerin und Bürgerrechtlerin sowie Karlspreisträgerin 2022. „Schon sechs Jahre lang ist Weißrussland eigentlich in russischen Händen. Dabei verstehen wir uns als Europäer und haben eine europäische Mentalität. Dieser Krieg geht also nicht nur gegen uns, sondern gegen die europäischen Werte“, stellte sie mit Blick auf die politische Situation in ihrer Heimat fest. Ob sie jemals ihre Handlungen bereut habe, die sie für einige Jahre in politische Gefangenschaft gebracht haben, wollte Moderator Michael Bröcker wissen. „Keine einzige Sekunde. Vielmehr haben sie mir gezeigt, dass vieles doch möglich ist, wenn man eine Strategie hat“, lautete die klare Antwort.

 

Unter anderem Aussagen wie diese bewegten auch Dorothee Bär, Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt. „Sie strahlen so eine Positivität und einen Optimismus aus. Ein bisschen mehr von Ihrem Engagement täte uns allen gut, das hat mich auch persönlich inspiriert“, wandte sie sich am Ende ihrer Keynote Speech direkt an die Bürgerrechtlerin. Zuvor ging Bär in ihrem Impulsvortrag unter anderem auf den europäischen Gedanken bei der viel verfolgten Mondumrundung der Artemis-Mission ein. „Diese Mission hat nur stattfinden können, weil Europa das entscheidende Modul geliefert hat.“

 

Das European Service Modul – mit Europa im Namen und von europäischen Partnern angefertigt – sei nur ein Beispiel dafür, warum sie mit Zuversicht in die Zukunft blicke. „Mir ist in gar keiner Weise bange. Ich bin dankbar, dass wir uns hier in Aachen austauschen können“, schloss die Bundesministerin eine erfolgreiche Premiere der Gespräche am „Runden Tisch Europas“.

 

 

 

 

 

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