| Weltreiterspiele zusätzliche Werbung für Olympia in Deutschland |
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| Geschrieben von: Tobias Königs/ DL |
| Montag, 23. März 2026 um 19:59 |
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Die Vorfreude auf unvergessliche Momente im Allianz Park einte bei einer Pressekonferenz (von links) Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, Hendrik Wüst, Aachens Oberbürgermeister Michael Ziemons, die erfolgreichste Reiterin aller Zeiten, Isabell Werth, und ALRV-Präsidentin Stefanie Peters. (Foto: Andreas Steindl) Aachen. Die Weltreiterspiele in Aachen (9. bis 23. August) in der Soers sollen auch gleichzeitig eine Werbung sein für mögliche Olympische Sommerspiele in Deutschland, das wurde auf einer Pressekonferenz im Hinblick auf die WM auch klar zum Ausdruck gebracht. Gänsehautmomente, große Emotionen, unvergessliche Erlebnisse – mit diesem Versprechen für Teilnehmer und Zuschauer treten die FEI World Championships Aachen 2026 im Allianz Park an. „Welcome home – das ist ein selbstbewusstes Statement“, stellte NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst am Montag im Rahmen einer Pressekonferenz in Aachen fest und fügte umgehend hinzu: „Aber zurecht! Reitsport auf diesem Niveau, auf so einer großen Bühne, mit so vielen Disziplinen vor so vielen Zuschauern – das gibt es sonst nirgendwo auf der Welt.“ Im August könne Aachen wieder einmal zeigen, dass es genau das kann: Gastgeber sein für mehr als 500.000 Menschen bei einem internationalen Event der Spitzenklasse. Diese spezielle Atmosphäre, die dann in der Stadt herrsche, kennt Aachens Oberbürgermeister Michael Ziemons bereits von den Weltreiterspielen 2006, aber auch vom jährlichen Weltfest des Pferdesports, dem CHIO Aachen. „Wenn Zeit für Reitsport in der Soers ist, knistert es in Aachen immer ganz besonders“, sagt er. Und anlässlich der Reit-WM soll das Knistern natürlich nochmal intensiver ausfallen. Zwei Bühnen auf dem Markt und dem Katschhof, Empfänge der Medaillengewinner mitten in der Innenstadt, kostenlose Konzertveranstaltungen und mehr: „Wir wollen gute Gastgeber sein, damit sich die ganze Region, das ganze Land, am besten die ganze Welt bei uns wohlfühlen kann.“ Damit das gelingt, arbeiten Haupt- und Ehrenamtler seit Monaten mit vollem Einsatz an der Vorbereitung. „Es ist eine riesengroße Ehre, dieses Championat ausrichten zu dürfen, aber gleichzeitig natürlich mit einer größeren, positiven Anspannung verbunden“, gibt Stefanie Peters zu. Die Präsidentin des Aachen-Laurensberger Rennvereins (ALRV) betont aber vor allem die immense Vorfreude auf unvergessliche Erlebnisse für Reiter und Zuschauer. „Diese Bühne für den Pferdesport hier in Aachen ist weltoffen und herzlich. Die Weltreiterspiele 2006 sind eine Inspiration, aber wir möchten, dass 2026 ein ganz eigenes Highlight wird. Wir dürfen viele Gänsehautmomente erwarten“, sagt Stefanie Peters. Eine, die bereits vor 20 Jahren die außergewöhnliche Atmosphäre erlebt hat und ziemlich sicher auch im August wieder im Allianz Park an den Start gehen dürfte, ist Isabell Werth. Sie weiß: „Es sind ganz große Fußstapfen, die es zu füllen gilt. Aber ich bin zuversichtlich, dass wir hier in diesem Jahr wieder ein Zeichen in der Welt des Reitsports setzen werden.“ Gleichzeitig warf die erfolgreichste Reiterin aller Zeiten bereits den Blick weiter in die Zukunft und sprach ihre Hoffnung auf olympische und paralympische Spiele in der Region KölnRheinRuhr mit Reitsport und Frauenfußball in Aachen aus. „Mit Olympischen Spielen in Aachen würde ein Traum in Erfüllung gehen“, fand die meistdekorierte Olympia-Teilnehmerin Deutschlands emotionale Worte. Diesen schloss sich der Ministerpräsident nur zu gerne an – erst recht nach seinen eigenen Erfahrungen in Paris 2024 und diesen Winter in Mailand und Cortina. „Wer einmal bei olympischen Spielen dabei sein durfte, weiß: Es gibt ihn wirklich, diesen olympischen Geist. Es ist eine Bewegung, die Menschen und Sportler zusammenbringt, die sonst niemals zusammenkommen würden“, schwärmte Hendrik Wüst. Erschaffen werden soll die größte Bühne für den größten Moment – nicht erschaffen werden müssen hingegen die Sportstätten für diese einzigartigen Augenblicke. „Hier in Aachen sieht man klar, was unsere Bewerbung für Olympische Spiele stark macht: Wir machen Deutschland und der Welt das Angebot für die spektakulärsten, kompaktesten und nachhaltigsten Spiele“, ist er überzeugt. „Mit unserer mehr als 100-jährigen Erfahrung in der Ausrichtung sportlicher Großereignisse können wir ebenfalls zu solch einem Event beitragen“, sagte Stefanie Peters mit Blick auf die starken Organisationsgeschicke des hauptamtlichen Teams, aber auch auf die 1200 Ehrenamtler, die Jahr für Jahr ihre Zeit für Reitsport in Aachen investieren. „Diese Begeisterung und dieses Herzblut braucht man auch für Olympische und Paralympische Spiele, und wir haben über viele Jahre bewiesen, dass wir das alles mitbringen. Wir stehen voll dahinter!“ In die gleiche Kerbe schlug Oberbürgermeister Michael Ziemons, der sich genauso für die Bewerbung einsetzt. „Nach erfolgreichen Europameisterschaften und Weltmeisterschaften sind die Spiele das Einzige, was uns hier noch fehlt. Die Olympischen Ringe in Aachen – das muss einfach noch sein!“, lautete sein flammender Appell an die Bürger, die noch bis zum 19. April Zeit haben, ihre Stimme beim Bürgerentscheid abzugeben.
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