| Deutschland vor Spanien und den USA beim deutschen CDIO |
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| Geschrieben von: offz/ dl |
| Samstag, 04. Juli 2026 um 08:16 |
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Hagen a.T.W. Elf Jahre nach der Premiere im Jahr 2015 war Hagen a.T.W. erneut Gastgeber eines Nationenpreises im Rahmen des Internationalen Offiziellen Dressurturniers (CDIO) von Deutschland. Wie schon damals dominierte die Heimmannschaft und sicherte sich mit 230,834 Punkten souverän den Sieg. Spanien belegte mit 212,892 Punkten Rang zwei vor den USA, die mit 210,957 Punkten Dritte wurden. Sechs Nationen gingen im FEI Dressage Nations Cup™ ,präsentiert von der Meggle Group GmbH, an den Start – Österreich, Belgien, Deutschland, Spanien, Schweden und die USA. Finnland war mit zwei Einzelreitern vertreten. Deutschland war als klarer Favorit nach Hagen gereist und führte die Gesamtwertung des FEI Dressage Nations Cup™ nach drei von fünf Stationen an. Zwar ging es um weitere wichtige Punkte für die Serie, im Mittelpunkt stand für alle Beteiligten jedoch vor allem der Kampf um die Plätze im deutschen Team für die FEI Dressage World Championships Aachen 2026 im August. Das deutsche Team vereinte Jugend und Erfahrung. Die beiden ehemaligen U25-Europameister von 2021 an gleicher Stelle, Semmieke Rothenberger mit Farrington und Raphael Netz mit Great Escape Camelot, wurden von den Olympiasiegern Frederic Wandres mit Bluetooth OLD sowie Isabell Werth mit Wendy de Fontaine ergänzt. Raphael Netz und sein niederländischer Warmblutwallach Great Escape Camelot eröffneten als erstes deutsches Paar den Wettbewerb und erhielten 73,696 Prozent von der Richtergruppe. Für den 26-Jährigen weckte die Rückkehr nach Hagen besondere Erinnerungen: „Ich hatte tatsächlich einige Flashbacks, als ich hierher gekommen bin und wieder in dieses Stadion eingeritten bin – vor allem, weil ich wieder gemeinsam mit Semmieke hier bin. Wir waren schon vor ein paar Jahren Teamkollegen bei den U25-Europameisterschaften. Jetzt sind wir wieder gemeinsam in einer Nationenpreis-Mannschaft. Ich finde, das ist eine schöne Geschichte: Damals sind wir gemeinsam im Nachwuchs geritten und heute vertreten wir Deutschland zusammen im Nationenpreis.“ Für Semmieke Rothenberger und den 16-jährigen niederländischen Fuchs Farrington war es nach dem Debüt in Lier erst der zweite Nationenpreis-Einsatz. Ein kostspieliger Fehler in den Einerwechseln verhinderte, dass das Paar sein Grand-Prix-Ergebnis aus Belgien wiederholen konnte. Am Ende standen 71,935 Prozent auf der Anzeigetafel. Trotz des Fehlers zeigte sich Rothenberger sehr zufrieden mit ihrem Pferd. „Schon beim Abreiten hat er sich unglaublich selbstbewusst und entspannt angefühlt und die Atmosphäre richtig genossen. Für mich war die Nominierung für den Nationenpreis wie Weihnachten und Geburtstag zusammen. Zuhause habe ich immer gerne den Geschichten meiner Eltern von den Olympischen Spielen zugehört. Jetzt selbst mit Isabell und den anderen erfahrenen Reitern in einer Mannschaft zu sein, ist eine große Ehre. Ich bin Bundestrainerin Monica Theodorescu unglaublich dankbar, dass sie mir dieses Vertrauen geschenkt hat.“ Als dritter deutscher Starter präsentierten Frederic Wandres und sein langjähriger Sportpartner Bluetooth OLD erneut ihre große Konstanz. Der 16-jährige Bordeaux-Wallach erhielt 76,087 Prozent und überzeugte insbesondere in der Piaffe-Passage-Tour, auch wenn sich ein Fehler in den Zweierwechseln einschlich. Wandres fasste seine Prüfung so zusammen: „Bluetooth ist inzwischen ein sehr verlässliches Mannschaftspferd. Er ist unglaublich konstant und liefert immer wieder starke, solide Ergebnisse ab. Zuhause haben wir an einigen Details gearbeitet, vor allem am Halten, an der Piaffe und den Pirouetten. Deshalb habe ich mich sehr gefreut, dass sich diese Verbesserungen heute gezeigt haben. Leider hatten wir einen Fehler in den Zweierwechseln. So etwas kann passieren, vielleicht war es sogar ein kleiner Weckruf. Sollte das die letzte Prüfung vor der Mannschaftsnominierung für Aachen gewesen sein, dann ist jetzt vielleicht genau der richtige Zeitpunkt dafür. Es erinnert einen daran, dass man sich niemals zu sicher fühlen darf und eine fehlerfreie Prüfung nie selbstverständlich ist – ganz gleich, wie erfahren das Pferd ist. Abgesehen davon haben wir erneut eine starke, konstante Leistung mit einem sehr soliden Ergebnis gezeigt. Insgesamt bin ich wirklich sehr zufrieden.“ Alle Blicke richteten sich anschließend auf Isabell Werth und Wendy de Fontaine, die als vorletztes Paar des Tages ins Viereck gingen. Die neunmalige Weltmeisterin bewies einmal mehr, warum sie zu den erfolgreichsten Reiterinnen der Welt gehört. Für ihre Vorstellung vergab die Richtergruppe 81,051 Prozent, darunter zahlreiche Noten von neun und zehn. Der zweite Platz kam selbst für den spanischen Equipechef Rien van der Schaft etwas überraschend. „Ich bin sehr glücklich und vielleicht auch ein wenig überrascht, dass wir Zweiter geworden sind. Nicht, weil wir nicht hart dafür gearbeitet hätten – das haben wir ganz sicher – sondern weil es immer schön ist, wenn am Ende alles zusammenpasst. In Spanien versuche ich, ein System aufzubauen, das dem deutschen ähnelt. Es geht nicht nur darum, Reiter auf höchstem Niveau auszubilden, sondern darum, im gesamten System ein starkes Fundament zu schaffen. Jeder weiß, dass sich der Dressursport weiterentwickelt, und ich glaube, dass wir uns in die richtige Richtung bewegen.“ Grand Prix Special außerhalb der "O"-Tour
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