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Insgesamt kam Isabell Werth zu drei Einzelerfolgen beim CDIO in Hagen auf dem Hof Kasselmann, zum Abschluss auf der Rappstute (Foto) Wendy de la Fontaine im Grand Prix Special
(Foto: Reitsport-Hellmann)
Hagen a.T.W. Mit einem weiteren Sieg für Isabell Werth endeten die Covalliero Dressage Days auf Hof Kasselmann. Im Grand Prix Special der CDIO4*-Tour um den Bucas-Preis präsentierte die erfolgreichste Dressurreiterin der Welt gemeinsam mit Wendy de Fontaine eine harmonische und ausdrucksstarke Vorstellung, die von den Richtern mit 82,426 Prozent belohnt wurde. Hinter dem Siegerpaar reihten sich Raphael Netz mit Great Escape Camelot (74,255 Prozent) sowie der Finne Henri Ruoste mit Tiffanys Diamond (72,979 Prozent) ein. Insgesamt gingen 13 Reiter-Pferde-Paare an den Start.
Isasbell Werth (56) zeigte sich nach ihrem Ritt vor allem mit der Entwicklung der Sezuan-Tochter zufrieden: „Je mehr Leichtigkeit und Selbstverständlichkeit in unsere Vorstellung kommen, desto schöner kann sie natürlich auch werden. Ich glaube, wir sind auf einem sehr guten Weg.“ Besonders beeindruckt war sie von der Energie ihrer Stute: „Sie hatte heute noch richtig Speed, hat sich diese Kraft aber sehr gut eingeteilt. Das war heute schon richtig, richtig gut.“ Auch Bundestrainerin Monica Theodorescu zog ein positives Fazit zu den Leistungen der deutschen Mannschaft: „Wir hatten zunächst einen tollen Nationenpreis. Die Konkurrenz war vielleicht nicht die allergrößte, aber wir haben eine sehr geschlossene Mannschaftsleistung gezeigt. Darüber freue ich mich sehr. Besonders unsere jüngeren Reiter haben sich hervorragend präsentiert. Am Samstag standen wir in der Kür auf Platz eins und zwei, heute wieder auf Platz eins und zwei – das freut mich sehr.“ Treffinger und Morricone strahlen trotz Regen
Ein rein deutsches Podium gab es im Grand Prix Special der CDI3*-Tour. Moritz Treffinger und der Millennium-Hengst Morricone ließen sich vom einsetzenden Sommerregen nicht beeindrucken und erreichten ein neues Bestergebnis von 71,723 Prozent. Rang zwei ging an Lena Haßmann mit Chere Celine OLD, Platz drei sicherte sich Lisa Müller im Sattel von Gut Wettlkam's Zonik Hit OLD. „Morri hat der Regen überhaupt nichts ausgemacht – im Gegenteil, er hat sich noch größer gemacht“, sagte Treffinger nach seinem Ritt. „Es war erst unser zweiter gemeinsamer Special und ich hätte nicht damit gerechnet, dass es heute schon so gut läuft. Natürlich war das noch nicht so souverän, wie es einmal sein kann. Vom Gefühl her sind wir vielleicht bei fünf von zehn. Aber genau das gibt mir unglaublich viel Motivation für das weitere Training und unsere Entwicklung.“ Niederlande und USA in Para-Dressur-Küren
Mit den Kürentscheidungen der Grades I bis V fand das internationale CPEDI3* präsentiert von Bruns & Stamp Pferdezucht seinen stimmungsvollen Abschluss. Dabei prägten vor allem die Athleten aus den Niederlanden und den Vereinigten Staaten das Geschehen. In Grade V führte kein Weg an Britney de Jong (NED) und Caramba N.O.P. vorbei. Mit 76,825 Prozent setzte sich das Paar an die Spitze. Die amtierende Deutsche Meisterin Regine Mispelkamp und Pramwaldhof's Bayala belegten Rang zwei vor der Dänin Nicole Johnsen und Cavanillas-W. Für das höchste Ergebnis des Tages sorgte Rixt van der Horst (NED). Gemeinsam mit Eisma's Royal Fonq N.O.P. erzielte sie in Grade III mit 85,689 Prozent nicht nur den Sieg, sondern zugleich ein neues persönliches Bestergebnis. Rang zwei ging an den Dänen Tobias Thorning Joergensen und Blue Hors Zackorado (80,000 Prozent), Dritte wurde die Französin Chiara Zenati mit Zeus de Malleret IFCE. In Grade I sicherte sich Annemarieke Nobel (NED) mit Doo Schufro den Sieg. Für die deutsche Reiterin Mara Meyer gab es gleich doppelt Grund zur Freude: Gemeinsam mit HBS Daily Double erzielte sie eine persönliche Bestleistung und belegte den zweiten Platz vor Gemma Rose Jen Foo (SGP) mit Banestro. Einen souveränen Dreifacherfolg feierte Kate Shoemaker (USA) in Grade IV. Nach ihren Siegen in den beiden Grand Prix-Prüfungen gewann sie auch die Kür mit der Vitalis-Tochter Vianne. Die 83,400 Prozent bedeuteten zugleich ein neues persönliches Bestergebnis für das Paar. Auf den Plätzen zwei und drei folgten Alexia Pittier (FRA) mit Sultan sowie die Niederländerin Sanne Voets mit Demantur RS2 N.O.P. Auch Shoemakers Teamkollegin Fiona Howard blieb während des gesamten Turniers ungeschlagen. Die Paralympics-Siegerin setzte in der Grade-II-Kür allerdings nicht auf ihren Championatspartner Diamond Dunes, sondern auf ihr Nachwuchspferd Ferguston. Mit 81,156 Prozent holte das Paar das Paar den Sieg. Katrine Bjelke Kristensen (DEN) und Goerklintgaards Quater wurden Zweite, während sich Gianna Regenbrecht mit First Florentine XT als beste Deutsche den dritten Platz sicherte. Road to Aachen
Vier Tage Spitzensport, mehr als 130 Reiter mit über 150 Pferden aus 29 Nationen sowie internationaler Dressur- und Para-Dressursport bis Vier-Sterne-Niveau prägten die Covalliero Dressage Days 2026 auf Hof Kasselmann. Die Veranstaltung setzte einmal mehr ein starkes Zeichen für gelebte Inklusion, internationalen Sport und die verbindende Kraft des Pferdesports. Für viele Athleten geht der Weg nun weiter in Richtung Weltmeisterschaften in Aachen. Die Veranstalter wünschen allen Dressur- und Para-Dressurreitern auf ihrem weiteren Weg viel Erfolg und alles Gute. Ergebnisse sind unter https://psi-events.de/portfolio/covalliero-dressage-days-july/ abrufbar.
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