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Rückkehr russischer Sportler an Bedingungen geknüpft PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: DOSB/ dl   
Mittwoch, 15. Juli 2026 um 09:06

Frankfurt/ Main. Nach der Aufhebung des Ausschlusses des russischen Nationalen Olympischen Komitees (NOK) aus dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) trotz des Überfalls der Ukraine seitens Russlands, dürfe dem Kreml-Regime keine Bühne geboten werden, um Erfolge russischer Sportler propagandistisch auszuschlachten, so der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB). Alles habe zudem erst zu gelten nach einer Übergangsphase mit einem glaubwürdigen und unabhängigen Unterfangen gegen Doping.

 

 

 

In einer Welt voller Konflikte, kriegerischer Auseinandersetzungen und wirtschaftlicher Verwerfungen ist der Weltsport mehr als je zuvor herausgefordert, in seiner Funktion als Brückenbauer zwischen den Menschen wirken zu können.

 

Auf dieser Basis versteht der DOSB die heutige Entscheidung des Exekutivkomitees des IOC einer Wahlfreiheit für die Weltfachverbände, ob russische Athletinnen und Athleten wieder mit Fahne und Hymne an internationalen Wettkämpfen teilnehmen oder nicht. Die Suspendierung des russischen NOK wurde aufgehoben. Für die Erwachsenen-Wettbewerbe des IOC bleibt es allerdings vorerst bei neutralem Status ohne Fahne und Hymne und ohne Einladungen an Regierungsvertreter. Das IOC wird zudem keine Wettkämpfe auf russischem Territorium organisieren.

 

Dies geschieht im Angesicht des nun seit mehr als viereinhalb Jahren anhaltenden Angriffskriegs der russischen Föderation gegen die Ukraine. Die Entscheidung steht aber auch im Kontext der aktuellen geopolitischen Lage mit zahlreichen Krisen und Kriegen und basiert auf der Überzeugung im Weltsport, dass Sportlerinnen und Sportler auf Dauer nicht zur Verantwortung für die Handlungen ihrer Regierungen gezogen werden dürfen.

 

Einen Weg zurück hatte der DOSB bereits in seiner ersten Stellungnahme nach dem Überfall Russlands auf die Ukraine am 18. März 2022 skizziert. Damals hieß es: „Sicher aber ist, dass man irgendwann wieder zueinander finden und der Sport dabei eine verbindende Rolle übernehmen sollte.“ Für den DOSB ist dabei entscheidend, dass der Weg zurück weiter klug gestaltet wird, um die Integrität des Wettbewerbs und dessen Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu schützen und dem Regime in Moskau keine Bühne zu bieten, um sportliche Erfolge von Athletinnen und Athleten aus Russland propagandistisch auszuschlachten.  

 

Zudem begrüßt der DOSB die Empfehlung des IOC, dass russische Athletinnen und Athleten erst nach einer Übergangsphase mit einem glaubwürdigen und unabhängigen Doping-Testregime wieder an internationalen Wettkämpfen teilnehmen dürfen. Dies gilt insbesondere für Wettkämpfe in Deutschland, wo mehr als eine Million Ukrainerinnen und Ukrainer Zuflucht vor dem Krieg gefunden haben.

 

Darüber hinaus empfiehlt der DOSB aktuell seinen Mitgliedsverbänden, bei der Durchführung von internationalen Wettkämpfen russische Athletinnen und Athleten, wenn möglich, unter neutralem Status teilnehmen zu lassen und die Entsendung von Athletinnen und Athleten zu internationalen Wettbewerben in Russland sorgfältig zu prüfen.

 

 

 

 

 


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