







| Wieder Gold für Lotti Fry - Bronze an Katha Hemmer |
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| Geschrieben von: Dieter Ludwig |
| Freitag, 14. August 2026 um 17:17 |
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Katharina Hemmer und der 14 Jahre alte Oldenburger Wallach Denoix PCM von Pik Noir (Foto Stefan Lafrentz) Aachen. An Deutschlands Dressur-Himmel hängen nicht mehr wie früher die Medaillen zum Pflücken. Nach dem Gewinn der Goldmedaille in der Mannschaftswertung der Weltmeisterschaften in Aachen setzte sich der Erfolg nicht fort im Grand Prix Special als erster Einzelkonkurrenz: Bronze durch Katharina Hemmer. Die Dressur-Weltmeisterschaften in Aachen haben bereits die kaum erwarteten Verliere. Nach dem Teamsieg wurden schon fast die weiteren deutschen Medaillen im Grand Prix Special als erster Einzelentscheidung verteilt. Die verschiedenen Gazetten rechneten bereits die kommenden Medaillen für Isabell Werth (57) wie an einer Perlenkette zusammen. Doch wie schon im Grand Prix war die Vorstellung mit der Stute Wendy de Fontaine nicht die gewohnte Darbietung im Viereck der erfolgreichsten deutschen Olympionikin. Die achtmalige Goldmedaillengewinnerin bei Olympia wurde Vierte, was sie damit kommentierte: „Vierte ist auch verloren.“ Mehr war erhofft, so blieb doch noch Bronze für Katharina Hemmer (34) auf dem 14-Jährigen Oldenburger Wallach Denoix PCH von Pik Noir. Zweifellos zurecht. Was viele vielleicht nicht zu sagen wagten nach dem Grand Prix, dass nämlich „Katha“, wie sie gerufen wird, der Glückstreffer war bereits im entscheidenden Team-Wettbewerb, die die Mannschafts-Goldmedaille rettete. Und sie sprach nach dem Special speziell auch den Dank an Reitmeister und ihren Lehrmeister Hubertus Schmidt aus, „dem ich alles verdanke, der mir hilft, der mich kritisiert, und der mich motiviert“. Und Heidi Bemelmans, frühere Grand Prix-Reiterin und inzwischen erfolgreiche Trainerin, sagte: „Das ist unglaublich, wie Hubertus Schmidt dieses Pferd über eine solange Zeit in Hochform hält.“ Die Goldmedaille holte im Einzel zum dritten Mal die Britin Charlotte („Lotti“) Fry auf dem Rapphengst Glamourdale wie bereits in Herning vor vier Jahren. Der Rappe spielte die Lektionen mit unglaublicher Leichtigkeit herunter, ging exakt und sammelte dadurch Punkt um Punkt. 82,295 Zähler standen nach der Vorstellung auf der Anzeigetafel, eher zu wenig, doch genügend, um der Weltranglisten-Ersten Catherine Laudrup Dufour (34) aus Dänemark mit ihrer Stute Mount St.John Freestyle nicht den Vortritt zu lassen. Als geschlagener Teilnehmer muss sich der Belgier Justin Verboomen mit seinem zehnjährigen Rappen Zonic Plus ehrlich sehen. Der Europameister vom letzten Jahr, der in Aachen beim deutschen CHIO mit dem Hengst 2025 die Zuschauer verzückte und gar Erinnerungen an Totilas aufkommen ließ, hatte bereits im Grand Prix kaum Ausstrahlung, er nicht, und das Pferd nicht. Das Paar wurde Vierter, sie waren zum ersten Favoriten auf Gold gerechnet worden. Interessant war wieder einmal die Notenvergabe der sieben Richter. Der dänische Chef-Juror Kurt Christensen z.B. hatte sechs Teilnehmer auf Platz 1, Glamourdale von Charlotte Fry nur auf Platz 3, dafür aber Laudrup Dufour auf Position 1. Bis auf ihn hatten sich jedoch alle seine Kollegen auf Charlotte Fry als Gewinnerin festgelegt, recht seltsam…
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