







| Deutschland gewinnt Nationen-Preis in Spruce Meadows |
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| Geschrieben von: Dieter Ludwig |
| Sonntag, 13. September 2026 um 08:06 |
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Calgary-Spruce Meadows. Besser hätte für den deutschen Springreitsport das Ende der großen Saison nicht enden können. Nach der Weltmeisterschaft in Aachen gewann die Equipe von Bundestrainer Otto Becker im vielleicht schwersten Parcours der Welt jeden Jahres den Preis der Nationen mehr als souverän, denn nur sechs Mannschaften blieben in der Wertung beim CSIO von Kanada in Spruce Meadows… Bundestrainer Otto Becker (67) kann sich nun zufrieden zurücklehnen. Mehr war in diesem Jahr nicht zu erreichen. Nach der Goldmedaille vor drei Wochen in Aachen um die Weltmeisterschaft holte eine deutsche Equipe in der – nur Marcus Ehning fehlte – Fast-WM-Aufstellung mit Daniel Deußer (45) auf der Stute Pepita van T`Meulenhof BR (4 und 0 Fehlerpunkte), Sophie Hinners (28) auf Iron Dames my Prints (0 und 0), Jörne Sprehe (41) auf Toys (4/ Streichresultat und 0) und Richard Vogel (29) auf Cloudio (0 und 4/ Streichresultat) überlegen oder aus der Galoppersprache: Mit Weile den begehrten riesigen Pokal im Preis der Nationen des kanadischen Internationalen Offiziellen Springreiterturniers (CSIO) in Spruce Meadows, inzwischen Stadtteil der Millionenstadt Calgary. Otto Becker, der selbst 57 Nationen-Preise für Deutschland ritt, Team-Olympiasieger war in Sydney 2000, den Großen Preis von Aachen 2000 und 2002 den Weltcup gewann, war auch 1990 auf der Stute Pamina erster deutscher Springreiter, der den Großen Preis in Spruce Meadows für sich entschied, damals, als noch die gesamte Springreiterwelt nach einer Einladung für den CSIO hechelte, denn der damalige Hausherr Ron Southern zahlte das höchste Preisgeld weltweit, und die Aktiven wurden für lau nach Kanada eingeflogen, Becker also sagt: „Der Erfolg macht mich und jeden einzelnen der Mannschaft stolz. Wer sich ein bisschen nur auskennt, wie schwer in Spruce Meadows jedes Jahr gebaut wird, der kann nachvollziehen, welche Leistung hinter diesem Erfolg steckt.“ Was er nicht gesagt hat. Jedes Jahr geht der venezolanische Parcourschef Leopoldo Palacios (79) an die Grenzen der Leistungsfähigkeit der Pferde, so, als gäbe es keine anderen Turniere auf der Welt als einzig und allein Spruce Meadows, Abschluss und Höhepunkt einer Saison. So blieben dieses Jahr von neun Teams nur fünf in der Wertung mit zwei Umläufen. Eliminiert wurden Frankreich, Schweden, die Niederlande und die Heimmannschaft Kanada. Von der gastgebenden Equipe des großen Idols Ian Millar kam bereits im ersten Umlauf niemand bis zum letzten Sprung der mit umgerechnet rd. 375.000 Euro ausgeschriebenen Konkurrenz.… Wie schwer Palacios wieder gebaut hatte, zeigt sich auch daran, dass Sophie Hinners in ihrem 27. Preis der Nationen auf dem belgischen Schimmel-Wallach Iron Dames My Prints beide Umläufe als einzige fehlerfrei absolvierte. Der deutsche Triumph stand bereits nach drei Startern im zweiten Umlauf fest. So hätte der Weltranglisten-Erste Richard Vogel in seinem erst 24. Ritt für Deutschland den Holsteiner Hengst Cloudio von Casall gar nicht mehr vorstellen müssen, vier Fehlerpunkte waren dann aber nur ein kleiner Schönheitsfehler, der nicht ins Gewicht fiel. Schlimm sah zunächst der Sturz des Briten Ben Maher mit Catelly aus, der gleichzeitig die mögliche Platzierung auf dem dritten Rang vermasselte, beide waren jedoch ohne Verletzungen geblieben. Durch die Eliminierung von Maher kam die belgische Equipe von Nationalcoach Peter Weinberg mit insgesamt 21 Strafpunkten auf den dritten Rang hinter der irischen Auswahl (17 Fehlerpunkte). Parcours Preis der Nationen von Leopoldo Palacios (Venezuela) |