







| Wieviele Nasenriemenkontrollen sollen in Aachen durchgeführt werden... |
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| Geschrieben von: Erika Attinger/ Schweiz |
| Samstag, 01. August 2026 um 18:13 |
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Betrifft Durchsetzung der FEI-Nasenriemenbestimmungen bei den FEI-Weltmeisterschaften in Aachen, Kopien an: Organisationskomitee Aachen 2026 • Forscher, die wissenschaftliche Studien zur Nasenriemenpassform veröffentlicht haben • Internationale Reitsport- und allgemeine Medien • Tierschutzorganisationen für Pferde. Aus einem inneren Bedürfnis heraus schrieb die Schweizerin Erika Attinger den Weltverband (FEI) in Lausanne und auch den Veranstalkter direkt t an mit Bitte um eine Antwortund bat innerhalb von zehn Tagen um eine Antwort.
Sehr geehrte Damen und Herren,
Das Engagement der FEI für das Wohl der Pferde Der FEI-Ethikkodex stellt unmissverständlich fest, dass das Wohl des Pferdes höchste Priorität haben und niemals Wettkampf- oder kommerziellen Interessen untergeordnet werden darf. Mit der Einführung des FEI-Nasenriemenmessgeräts erkannte die FEI selbst an, dass übermäßig enge Nasenriemen ein Problem für das Pferdewohl darstellen, das eine objektive Beurteilung und wirksame Durchsetzung erfordert. Wissenschaftliche Erkenntnisse und wirksame Durchsetzung: Jüngste internationale wissenschaftliche Studien haben die Beweislage weiter untermauert, dass übermäßig enge Nasenriemen Schmerzen verursachen, Stress auslösen und das natürliche Verhalten des Pferdes erheblich einschränken können.
Die Frage ist daher nicht mehr, ob eine Regulierung notwendig ist, sondern ob die bestehende Regelung effektiv und konsequent angewendet wird. Derzeit scheint eine erhebliche Diskrepanz zwischen dem erklärten Engagement der FEI für das Pferdewohl und der praktischen Umsetzung ihrer eigenen Bestimmungen zu bestehen. Die derzeitige Durchsetzung wirkt nicht abschreckend. Nach dem aktuellen System muss ein Reiter, dessen Pferd vor dem Start einen übermäßig engen Nasenriemen trägt, diesen in der Regel nur vor dem Wettkampf lockern. Nach öffentlich zugänglichen Informationen folgt keine sportliche Sanktion, keine Gelbe Verwarnung wurde für einen solchen Verstoß ausgesprochen, und es werden offenbar keine systematischen Nachkontrollen durchgeführt, um zu überprüfen, ob das Pferd tatsächlich mit einem vorschriftsmäßigen Nasenriemen angetreten ist. Folglich bietet das aktuelle Verfahren kaum praktische Abschreckung.
Ein Teilnehmer kann den Nasenriemen vor der Kontrolle beliebig festziehen, da er weiß, dass er ihn im Falle einer Auswahl zur Kontrolle nur vor dem Betreten des Wettkampfs lockern muss. Ein solches System bietet nur begrenzten Schutz für das Wohlbefinden der Pferde.
Die FEI Weltmeisterschaften in Aachen bieten der FEI eine wichtige Gelegenheit, zu demonstrieren, dass ihre Tierschutzbestimmungen konsequent, transparent und ausnahmslos umgesetzt werden. Angesichts der weltweiten öffentlichen und medialen Aufmerksamkeit, die diese Meisterschaften auf sich ziehen werden, hängt das Vertrauen in die Tierschutzstandards der FEI nicht nur von der Existenz von Bestimmungen ab, sondern auch von deren sichtbarer und konsequenter Durchsetzung.
Wir bitten um konkrete Antworten auf die folgenden Fragen zu Aachen 2026:
• Wie viele Nasenriemenkontrollen sind während der Weltmeisterschaften in den einzelnen Disziplinen geplant?
• Nach welchen Kriterien werden die Pferde für die Kontrolle ausgewählt?
• Werden systematische Nasenriemenkontrollen nach den Wettkämpfen durchgeführt?
• Welche Sanktionen werden bei einem zu eng sitzenden Nasenriemen verhängt?
• Beabsichtigt die FEI, Daten über die Anzahl der durchgeführten Kontrollen und Fälle von Nichteinhaltung zu veröffentlichen?
Transparenz schafft Vertrauen Diese Fragen sind nicht nur für Athleten und Offizielle relevant, sondern auch für Pferdebesitzer, Tierärzte, Tierschutzorganisationen und die breite Öffentlichkeit. Transparenz bei der Umsetzung der Tierschutzbestimmungen ist unerlässlich, um das Vertrauen in die Integrität und gesellschaftliche Akzeptanz des internationalen Reitsports zu erhalten. Letztendlich wird die Glaubwürdigkeit der FEI nicht an der Qualität ihrer Bestimmungen gemessen, sondern an ihrer Bereitschaft, diese konsequent, transparent und ausnahmslos durchzusetzen. Sollte die FEI diese Fragen nicht konkret beantworten können, würde dies darauf hindeuten, dass solche Informationen entweder nicht systematisch erfasst oder nicht öffentlich zugänglich gemacht werden. Beides würde das Vertrauen in die effektive Umsetzung der Tierschutzbestimmungen der FEI stärken.
Wir bitten Sie höflich um eine schriftliche Antwort innerhalb von 10 Werktagen nach Erhalt dieses Schreibens. Im Interesse von Transparenz und eines konstruktiven Dialogs zum Thema Tierschutz werden sowohl dieses offene Schreiben als auch die Antwort der FEI veröffentlicht. Sollten wir innerhalb der genannten Frist keine Antwort erhalten, wird dies ebenfalls öffentlich bekannt gegeben. Die FEI hat nun die Möglichkeit, ihre internationale Führungsrolle im Bereich Tierschutz unter Beweis zu stellen, indem sie sicherstellt, dass ihre eigenen Bestimmungen bei ihrer wichtigsten Meisterschaft konsequent, transparent und ausnahmslos angewendet werden. Wir freuen uns auf Ihre Antwort.
Mit freundlichen Grüßen,
Erika Attinger
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