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Deutsches Voltigier-Duo gewinnt Bronze im Pas de Deux PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: offz/ dl   
Sonntag, 16. August 2026 um 11:33

 

Kimberly Hyks und Jannik Heiland - Dritte im Pas de Deux

(Foto: Vaulting World)

Aachen. Vor dem Ende der Weltmeisterschaften im Voltigieren in Aachen stand das Finale im Pas de Deux auf dem Programm. Hier konnte sich das deutsche Duo Kimberly Hyks und Jannik Heiland Bronze sichern.

„Hope“ heißt der Titel des Sängers Lucidious, den das erste deutsche Duo Philine Lindhorst und Cjell Aaron Richert für seine Kür gewählt hat. Und große Hoffnungen setzte das Paar aus Hamburg auch in seine zweite Kürrunde. Bei ihrer ersten Vorstellung waren die beiden WM-Debütanten einmal aus dem Gleichgewicht gekommen und hatten ihr Pferd Chagall unfreiwillig verlassen müssen – ein teurer Fehler. Im zweiten Versuch lief dann alles wie geplant. Erleichterung und Stolz über die großartige Leistung stand den beiden und ihrer Longenführerin Andrea Lindhorst ins Gesicht geschrieben – auch als das Ergebnis verkündet wurde: 8,251 Punkte.

„Der Druck war kleiner als in der ersten Runde – weil es nicht mehr zu verlieren gab“, sagte Philine Lindhorst. In ihrer Kür thematisierte das Duo, wie viel der Leistungssport einem Athleten geben, aber auch nehmen kann. „Das passt zu 100 Prozent, 120 Prozent zu dieser WM“, erklärte Cjell Richert nach der Vorstellung. Und auch zu ihrem Weg dorthin: „Es hat exakt unsere gesamte Saison zum Saisonhöhepunkt nochmal durchgekaut. Nach der ersten Runde dachten wir, it’s over. Das ist crazy, in zwei Tagen nochmal drei Monate durchgelebt.“ Und Philine Lindhorst meinte: „Und dann sich wieder zusammenzuraffen, und von vorne anzufangen, aber trotzdem gleichzeitig drei Steps weiter zu sein, weil es eben eine WM ist, das macht am Ende den Leistungssport aus.“

Kimberly Hyks und Jannik Heiland hatten am ersten Tag ähnliches Pech wie ihre deutschen Kollegen. In diesem Fall war es Championats-Newcomerin Kimberly Hyks gewesen, die einmal vom Pferd musste. Auch am Finaltag musste sie beim Abgang einmal in den Sand greifen – der einzige kleine Schönheitsfehler einer ansonsten bärenstarken Vorstellung zur Musik von Tsar B. Damit begann für sie und ihren Partner Jannik Heiland, der am Tag zuvor die zweitbeste Kür in der Herrenkonkurrenz vorgelegt und mit einem siebten Platz seine lange erfolgreiche Einzelkarriere beendet hatte, noch einmal eine spannende Aufholjagd. Mit 8,589 Zählern für die zweite Kür – in der Gesamtwertung mit 60 Prozent bewertet – lautete der Endstand für die beiden Wulfsener 8,303.

Besser als Hyks/Heiland waren am Ende nur die Europameister von 2025, Italiens Rebecca Greggio und Davide Zanella, die mit 8,982 Punkten Silber gewannen. Außerdem Theo Gardies und Noely Thibaut. Mit einem Endstand von 9,039 krönten sie sich zu den ersten französischen Champions in dieser Disziplin. Gardies selbst war bereits 2022 Weltmeister im Einzel. Für Kimberly Hyks und Jannik Heiland bedeutete dies am Ende die Bronzemedaille. „Ich hätte mir das niemals träumen lassen, es ist wahrscheinlich der Beste Moment meines Lebens“, sagte Hyks nach der Entscheidung unter Tränen.

 

 


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