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13. Team-Gold für eine deutsche Dressur-Equipe PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Dieter Ludwig   
Mittwoch, 12. August 2026 um 18:26

Aachen. Zum 13. Mal nach 1966 in Bern gewann eine deutsche Dressur-Equipe den Mannschaftstitel und wurde nach vier Jahren in Aachen wieder Weltmeister. Für die Einzelmedaillen in Grand Prix Special und Kür liegen die Chancen weniger bei den deutschen Reiterinnen und zwei Reitern.

Nach einer Zwischenpause von vier Jahren – Herning 2022 – ist eine deutsche Dressur-Equipe wieder Mannschafts-Weltmeister. Das Team von Bundestrainerin Monica Theodorescu siegte in der Aac hener Soers vor leider recht leeren Rängen in der Besetzung Raphael Netz (27) auf Great Escape Camelot, Frederic Wandres (39) auf Bluetooth OLD, Katharina Hmemer (32) auf Denoix PCH und Isabell Werth (57) auf Wendy de Fontaine am Ende doch überzeugend mit einer Gesamtpunktzahl von 235,063 Zählern vor Großbritannien (231,445) und Titelverteidiger Dänemark (229,426).

In der deutschen Mannschaft mit Frederic Wandres und den beiden Championats-Neulingen Netz und Hemmer wäre Dressur-Ikone Isabell Werth fast zur tragischen Figur geworden, als ihre Rappstute in den Wechseln zweimal Fehler einbaute und somit das nahe Gold aus den Händen zu gleiten schien. Ein Fehler mehr, hätte die Briten auf den Thron gehoben, und Deutschland wäre möglicherweise „nur“ noch Bronze geblieben wie vor vier Jahren.

Nicole Uphoff, die zweimalige Olympiasiegerin und Co-Kommentatorin beim WDR, wunderte sich nur, dass die Stute einige male während der Vorstellung abschnaubte, „was auf Verspanntheit oder Druck zurückzuführen sein könnte“, lobte aber die Reiterin wiederum, die dennoch ihr Pensum routiniert zu Ende brachte.

Eines ist jedenfalls offensichtlich geworden, dass Isabell Werth nicht mehr mit der an ihr früher so angeborenen Leichtigkeit und Fröhlichkeit reitet. Aufgrund von Angriffen aus sozialen Medien reagiert sie vielleicht zurecht mit einer gewissen Stutenbissigkeit, keilt aus, zuletzt war auch zuviel an privaten Misslichkeiten über sie hereingebrochen. Vor einigen Jahren hätte sie einiges an sich abperlen lassen.

Die Ritte um die Einzelmedaillen in Grand Prix Special (30 Beste aus dem Grand Prix) und Kür zum Abschluss der Dressurwettkämpfe haben einige Favoriten, für Gold sind keine Deutschen darunter. Wenn alles läuft wie im Grand Prix holt die Weltranglisten-Erste Catherine Laudrup Dufour aus Dänemark zweimal Gold, jedenfalls zwei Medaillen mit der schon 17 Jahre alten Stute Mount St.John Freestyle. Zum erlauchten Medaillenkreis zählt natürlich auch die Doppelweltmeisterin von Herning Charlotte Fry (Großbritannien) auf dem wunderbar leichtfüßigen Rapphengst Glamourdale, der ihr zur Hälfte gehört, und natürlich Europameister Justin Verboomen (Belgien) auf dem ebenfalls schwarzen Hengst Zonic Plus, der zwar im Grand Prix Zweiter wurde, aber nicht seinen besten Tag hatte – wie auch nicht sein Reiter. So sagte anschließend Nicole Uphoff: „Pferde sind auch nur Menschen...“

Endwertung Team-Weltmeisterschaft

Einzelwertung Grand Prix

 

 

 

 

 


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