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Sperre auf Lebenszeit für Wiederholungstäter als Pferdequäler PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Dr. Reinhard Kaun   
Donnerstag, 30. Juni 2022 um 14:51

Wien. Für einen passionierten Pferdemenschen sind die jüngsten Entgleisungen und Pferde-Misshandlungen nahezu unerträglich: Wiederholungstäter sollten strenger bestraft, zeitlebens aus dem Pferdesport ausgeschlossen und mit einem Tierhaltungsverbot belegt werden, so Dr. Reinhard Kaun in einem Gastkommentar bei ProPferd.At.

 

 


Für einen Menschen, in dessen beruflichem und privatem Lebens-Mittelpunkt seit fast 70 Jahren Pferde stehen, ist die augenblickliche Situation bzw. die Berichterstattung darüber – Focus Misshandlungen am „Feld der Ehre“ und Fiaker- Hitzediskussion – nahezu unerträglich.

 

Äußerst bedenklich, ja, bestürzend ist zum einen die offenkundige Zunahme von Misshandlung von Pferden auf Turnierplätzen – die allgemeine „innere Geladenheit und Explosivität“, die im gesellschaftlichen Leben im Straßenverkehr, im zwischenmenschlichen Umgang, in Amokfahrten und Angriffen auf die Zivilbevölkerung zu verzeichnen ist, macht auch vor Tieren und dem Pferdesport nicht Halt.

 

 

Dabei scheint die größte Sorge der Verbände und Organisatoren die „Wahrnehmung in der Öffentlichkeit“ zu sein - eine verbogene und heuchlerische Sicht der Dinge, die einem Offenbarungseid der, in allen Regelwerken vorgesehenen Maßnahmen gleichkommt: wo sind die Turnierrichter, die Stewards, die Turniertierärzte im Augenblick der Tat?

 

 

Die Öffentlichkeit nimmt aber tatsächlich ebenso erstaunt wie betroffen wahr, dass der „Tat“ keine augenblickliche Strafe folgt – keine Glocke, kein Zitieren vor den Richtertisch, keine sofortige und öffentliche, also vor Publikum stattfindende Intervention des Turniertierarztes und – Ausbleiben der für den „Täter“ wohl schmerzhaftesten Geste: der entgleiste Reiter muss sich in coram publico vernehmbar bei seinem Pferde entschuldigen.

 

 

Wiederholungstätern, denen Absicht und rohe Gesinnung „ohne Zweifel“ nachgewiesen werden kann, müssen zeitlebens aus dem Pferdesport verbannt und von einer Tierhaltungserlaubnis ausgeschlossen werden – Geldstrafen oder kurze Sperren haben keine abschreckende Wirkung! Vor allem aber muss verhindert werden, dass Reiter (und andere Pferdesportler), mit Pferde-Misshandlungen in ihrem Lebenslauf ihr „Können“ als Trainer, Reitlehrer oder Reitschul- oder Reitstallbetreiber weitergeben.

 

 

Ein effektiverer Schutz des Pferdewohls wäre auch an anderer Stelle realisierbar: Seit Jahrzehnten ist in den Monaten Juni, Juli und August Hochsommer mit zunehmend höheren Temperaturen zu rechnen: Dies bricht alljährlich nicht unerwartet über Bevölkerung und Pferde herein, sondern ist erwartbar und vorhersehbar – deshalb in der Konsequenz auch planbar, und zwar in den Wintermonaten: mit exakten Regeln, Maßnahmen und Erleichterungen für die Pferde.

 

 

Sich auf eine fast 20 Jahre alte Studie der VetMedUni Vienna zu beziehen, ist ebenso naiv wie nutzlos – es geht vorliegend nicht (nur) um den Schutz des Kollektivs der Wiener Fiaker-Pferde, sondern um die Obsorge für jedes einzelne Individuum, durch konsequente Untersuchung aller Pferde bei kritischen Umweltverhältnissen z.B. durch sogenannte PAT-Gehilfen, die auf Basis exakter Obergrenzen der Werte von Puls, Atmung und Körpertemperatur die Dienstfähigkeit feststellen, protokollieren und – gegebenenfalls – aberkennen können. Nach diesem Prinzip verfährt der Distanz – und Vielseitigkeitssport mit Erfolg seit Jahren. 

 

 

Bedauerlicherweise ist der zuständigen klinischen Abteilung der VetMedUni Vienna eine offensichtlich  völlige Interesselosigkeit zu attestieren, mein Brief, den ich vor einem Jahr mit Vorschlägen an die Ordinaria richtete, wurde nicht einmal beantwortet. Wer aber sonst sollte sich von fachlicher Seite dem Schutz vor unzumutbarer Hitzebelastung der Pferde widmen, als   d i e  o b e r s t e  Ausbildungsstätte ex cathedra von Pferdeschützern, nämlich der Tierärzteschaft??!!

 

Dr. Reinhard Kaun
Sachverständigenbüro für klinische und forensische Veterinärmedizin,
Tierhaltung, angewandte und forensische Hippologie & Kynologie
http://www.pferd.co.at | http://www.pferdesicherheit.at

 

 

 

 

 

 


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