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Rüdiger Schwarz neuer Parcours-Chef in Marbach PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Michaela Weber-Herrmann/ DL   
Montag, 05. November 2018 um 13:24

Rüdiger Schwarz, in der Jugend ein ausgezeichneter Fußball- und Tennisspieler, in der Vielseitigkeit 1982 Weltranglisten-Zweiter - ab sofort Parcours-Chef des Vuer-Sterne-CCI im schwäbischen Marbach

(Foto: FN-Archiv) 

Marbach. Neuer Parcours-Chef der Internationalen Vielseitigkeitsveranstaltung in Marbach/ Baden-Württemberg wird Rüdiger Schwarz (Warendorf). Er tritt die Nachfolge an für den im August bei einem Verkehrsunfall tödlich verletzten Gerd Haiber (58).

Der verstorbene Gerd Haiber war mehr als „nur“ Gelände-Parcourschef der renommierten Veranstaltung in Marbach, er war, wie sein Freund und Turnierleiter Wolfgang Leiss sagt, „die Seele des Turniers“. Entsprechend groß ist die Lücke, die er hinterlassen hat. Aufzugeben aber stand für das Marbacher Turnierteam nicht zur Debatte – aus Überzeugung, aus Verbundenheit mit dem Sport und dieser Veranstaltung, und auch, um das Andenken des verstorbenen Freundes zu bewahren. Die Weichen sind gestellt.

„Es ist uns gelungen, Rüdiger Schwarz als einen renommierten Gelände-Parcoursbauer zu gewinnen, der die Vier-Sterne-Strecke im Sinne Gerd Haibers weiterentwickeln und das einmalige Flair der Kurse auf dem herrlichen Gelän-de des baden-württembergischen Haupt- und Landgestüts bewahren wird“, ist Wolfgang Leiss überzeugt. Rüdiger Schwarz (68) kennt alle Facetten des Sports. Der gebürtige Holsteiner feierte selbst im Sattel Erfolge auf internationalem Parkett: Er gewann die Bronzemedaille bei den Europameisterschaften 1979 in Luhmühlen, Mannschaftssilber beim „Ersatz-Olympia“ in Fontainebleau 1980 sowie Mannschaftssilber bei den Weltmeisterschaften in Luhmühlen 1982. Seine zweite Karriere startete Schwarz bei der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) in Warendorf. Nach einer Ausbildung zum Diplom-Trainer übernahm er zunächst das Amt des Bundestrainers der Pony-Vielseitigkeitsreiter, später dann der Junioren und Jungen Reiter und der Perspektivgruppe in dieser Sparte. Mit ihm als Trainer wurden die jungen deutschen Vielseitigkeitsreiter zu Medaillengaranten bei Championaten.

Einen hervorragenden Ruf hat Schwarz aber auch als Parcourschef. Zu den Hö-hepunkten seiner Karriere als Course Designer zählen die Konzeption der Ge-ländestrecken bei den Weltmeisterschaften in Aachen 2006, beim Weltcup-Finale 2009 im polnischen Strzegom sowie bei den Europameisterschaften 2013 in Malmö in Schweden und in Strzegom 2017. In Aachen beim deutschen Internationalen Offiziellen Turnier (CHIO) ist er nach wie vor für den Parcours der Vielseitigkeit verantwortlich.

Unterstützt wird Schwarz in Marbach nicht nur von geprüften Parcoursassisten-ten aus den Reihen des Bauteams, sondern auch von Wilfried Thiebes, der eben-falls die internationale Lizenz für das Anlegen von Geländestrecken besitzt und sich seit Jahren in Marbach als Technischer Delegierter einbringt. Während Schwarz für die Geländestrecke der internationalen Vier-Sterne-Vielseitigkeit in Zukunft zuständig ist, wird Thiebes im kommenden Jahr erstmals für den Bau der Zwei-Sterne-Konkurrenzen und den Kurs der internationalen Pony-Vielseitigkeit verantwortlich zeichnen.

Auch weitere Aufgaben, die bisher von Gerd Haiber wahrgenommen wurden, sind neu verteilt: Dieter Aldinger fungiert zukünftig als Wolfgang Leiss’ Stell-vertreter als Gesamt-Turnierleiter. Aldinger, der als Vorsitzender der Interessen-gemeinschaft der Vielseitigkeitsreiter in Baden-Württemberg, kurz IGV, schon bisher in die Organisation des Turniers involviert war, wird sich vor allem auf die sportlichen Belange konzentrieren. Eng zusammenarbeiten wird er dabei mit Nathaly Fulda, der bisherigen Leiterin der Marbacher Meldestelle, die die sportliche Leitung des Turniers übernehmen wird. Sie ist bestens vernetzt und europaweit als Steward des Weltreiterverbandes FEI bei großen Events und Champi-onaten im Einsatz. Unter anderem unterstützte sie bereits die Organisatoren in Aachen und Luhmühlen, aber auch im irischen Ballindenisk, im niederländischen Boekelo, in Strzegom sowie in Le Lion d’Angers und Fontainebleau in Frankreich. Fulda gehört in Marbach zum achtköpfigen Führungsteam, das der Turnierleitung zur Seite steht.

 „Ein Verlust, wie ihn der Tod Gerd Haibers für die Marbacher Vielseitigkeit be-deutet, ist nicht vollständig zu kompensieren. Aber ich bin froh, dass die Mitglieder unseres Teams bereit sind, sich zukünftig noch mehr einzubringen und mehr Verantwortung zu übernehmen. Darin kann auch eine Chance für die Weiterentwicklung des Turniers liegen“, so Wolfgang Leiss.

 

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