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Ruth Klimke - kaum glaubhaft nun 80 PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Dieter Ludwig   
Dienstag, 19. Mai 2020 um 21:54

Ruth Klimke, immer flott und lebensbejahend unterwegs

(Foto: privat)

 

Münster. Corona machte die geplante schöne Feier zunichte, doch Ruth Klimke hat es verdient gefeiert zu werden, als Ehefrau des großen Dressurreiters Reiner Klimke, als Mutter, als Ehrenamtliche in vielen Jobs, aber vor allem als Mensch. An diesem Donnerstag, 21. Mai, wird sie als äußerlich unveränderte wie ehedem kaum glaubhaft 80.

 

Sie stellte sich nie in den Mittelpunkt, und war es dennoch für alle jene, die sie kennen und mögen. Bescheiden auftretend, nie laut, immer verbindlich, und wenn es sein musste, vor allem ausgleichend. Und das war manchmal auch nötig mit einem Ehemann namens Dr. Reiner Klimke, der als Platzhirsch galt, keine Götter neben sich duldete und oft auch gehörig auskeilte.

Ruth Klimke ist und war immer die Seele der Familie, das Herzstück, ob zuhause oder bei Turnieren. Sie stammt aus einer pferdesportbegeisterten und pferdorientierten Familie. Geboren wurde sie in Düsseldorf, zuhause war sie in Lobberich am Niederrhein. Die Mutter, und von zwei Brüdern ritt einer ebenfalls. Zum Abitur 1960 schenkte ihr der Opa die Stute Uschi, ein Springpferd. Uschi nahm sie auch mit zum Studium einer Lehramtsanwärterin nach Münster. Dort lernte sie beim Reiten zuerst ihre spätere Schwägerin Grete kennen – lange vor Ehemann Reiner. Sie startete später bei Turnieren in Dressur bis Grand Prix und im Springen bis zur mittelschweren Kategorie.

Mit dem manchmal durchaus frechen, kecken und selbstbewussten Reiner Klimke ging dann alles recht flott. Ihn hatte sie als Teilnehmer der Olympischen Vielseitigkeit bei den Spielen in Rom 1960 kennengelernt. Die Reise zu Olympia in der Ewigen Stadt hatten ihr die Eltern zum Abitur geschenkt. Vier Jahre später folgte die Verlobung am 17. September, geheiratet wurde am 16. Januar 1965 in Lobberich.

Ruth Klimke, geborene Heimann, ritt nicht nur, sie schwang auch gekonnt das Tennisracket. Sie war Westdeutsche Juniorenmeisterin und wurde mit ihrer Münsteraner Mannschaft 1998 Deutsche  Vizemeisterin bei den Senioren, Tennis spielt sie immer noch.

Die drei Kinder sind Rolf, der sich im  Marketing bewährt, Michael, der Rechtsanwalt wurde und in der Dressur seit Jahren oben reitet, auch Deutscher Meister war, und Ingrid, die Olympiasiegerin in der Vielseitigkeit von Hongkong und London, worauf Vater Reiner so unglaublich stolz gewesen wäre, „denn mein Wunsch ist, einmal eines meiner Kinder bei Olympia starten zu sehen“, sagte er einst. Reiner Klimke starb an den Folgen eines Herzinfarkts am 17. August 1999 im Krankenhaus, als er bereits von Entlassung aus der Klinik sprach. Er wurde nur 63 Jahre alt.

Ohne Ruth wäre der glorreiche Aufstieg des Ehrenbürgers von Münster, des erfolgreichsten Reiters des letzten Jahrhunderts, nie möglich gewesen. Ruth Klimke schob immer alles weg, was ihn ablenkte, vor allem im Sport. Sie gab  ihm auch ehrliche Antworten. So sagte er mal: „Wenn ich wissen will, wo ich bei einem Turnier im Viereck Fehler hatte,  dann frage ich Ruth, das Lob höre ich sowieso von  anderen...“

Michael Klimke sagt über seine Mutter: „Ich bin so dankbar, dass ich sie habe.Hoffentlich noch unendlich viele Jahre. Sie ist einfach unersetzbar. Ich kann nur sagen: Danke, dass Du da bist.“ Und Rolf sagt: „Sie ist einfach das Herzstück der Familie. Aber sie ist auch für andere da, wenn sie um Hilfe gebeten wird, weil manche nicht mehr ein- oder aus wissen vor Elend. Sie setzt sich immer ein für andere – nicht nur in sportlichen Belangen.“

Schade, dass die Coronavirus-Pandemie ihr das verdiente Geburtstagsfest vermasselte. Sie hätte eine Feier verdient gehabt…

 

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