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Leise, wie er war, ist Richard Ehning aus dem Leben gegangen PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Dieter Ludwig   
Montag, 11. Dezember 2023 um 12:57

 

Richard Ehning +

(Foto: Kalle Frieler)

Borken. Im Alter von 77 Jahren ist der bekannte Pferdemann und Förderer Richard Ehning im Kreise seiner Familienangehörigen gestorben. Alle konnten sich noch von ihm verabschieden...

Er war leise gekommen und ist ebenso lautlos wieder gegangen. Richard Ehning gehörte zu den Stillen im Lande, der jedoch seine Ziele klar verfolgte, punktgenau und zielgerecht.. Er wusste immer was er wollte, was er konnte und was nicht. So wurden auch seine Kinder erzogen. Er hat nie den Boden unter den Füßen verloren, und er konnte ihm auch nicht weggezogen werden.

Und dass sein Sohn Marcus schon dreimal den Weltcup gewann, in Aachen um den berühmten und begehrten Großen Preis des CHIO von Deutschland bereits dreimal triumphierte, haute ihn auch nicht gerade um. Auch damals auf einem kleinen Hügel am Rande des Pracours bei Olympia in Sydney sprang er nicht in die Luft oder stieß einen Jubelschrei aus, als sein Sohn Marcus Team-Olympiasieger wurde. Richard Ehning hatte nur ein stilles, zufriedenes Lächeln im Gesicht. „Wir bleiben ganz normal“, sagte er damals, „bei uns wird sich nichts ändern.“ Es hat sich auch nie etwas geändert.

Richard Ehning hatte Metzger gelernt, Viehhändler wurde er. Mit 23 Jahren wagte er sich in die Selbständigkeit. Mit einem kleinen Hänger hinter einem nicht unbedingt großartigen PKW fuhr er die Bauernhöfe an, bis hinein in die Eifel. Er kaufte Rinder und veräußerte sie direkt weiter an die Schlachthöfe in Köln, Düsseldorf oder Essen. Mit seiner Ehefrau Hilde begann er mit 30 einen eigenen Schlachtbetrieb, vor allem mit Notschlachtungen von Rindern, Kühen, Ochsen, Schafen oder auch Pferden. Startkapital: 5000 Mark. Was mal klein begann, ist inzwischen ein richtig großer Betrieb. Wie sich seine Kinder für Pferde begeistern können, so er zusätzlich für Rindvieh, „wer nicht damit zu tun hat, versteht das nicht.“ Er hatte einen Blick für Rinder wie für Pferde, wahrlich auch selten. Alle Pferde, die er kaufte, auf keinen aufgeblasenen Auktionen, wurden durch die sportliche Ausbildung zu Athleten und eben auch wertvoller.

Wenn er sich für ein Sportpferd interessierte, suchte er nach einem bestimmten Wirbel im Fell, „das sagt viel über die Klasse aus“. Wieso, verriet er nie. Über seinen Vater war er nicht beim Pferd ausgekommen, der hatte nämlich immer behauptet, „wer mit Pferden rummacht, geht pleite“. Richard Ehning wandte sich dennoch dem Pferd zu, ohne jemals selbst geritten zu sein. Alle seine fünf Kinder – Marcus, Johannes, Karina, Cornelia und Kerstin - ritten, Marcus am besten, der hat nicht nur Reiten gelernt, sondern auch Handelskaufmann. Er wurde auch bereits vor zwei Jahren als Geschäftsführer des elterlichen Betriebes eingetragen.

Wie jeder im Leben braucht auch ein Reiter mal ein besonderes Glück. Das Glück besuchte Marcus Ehning 1999, da erhielt er den Hengst For Pleasure in Beritt. An dem Hannoveraner waren auch viele andere damalige Sattelgrößen wie der Brasilianer Rodrigo Pessoa interessiert. Doch Besitzer Robert Diestel gab ihn an Marcus Ehning, weil Diestel und Richard Ehning sofort einen Draht zueinander fanden, Metzger unter sich eben. Im Sattel von For Pleasure ritt Marcus Ehning im gleichen Jahr ein Championat und kehrte mit Team-Gold von der Europameisterschaft im südenglischen Hickstead zurück, ein Jahr später folgte Olympia-Gold in Sydney, Marcus Ehning war fortan eine feste Größe in der deutschen Equipe.

 

 

 

 

 

 

 


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