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Altersloser Michel Robert Sieger der Global Champions Tour PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Dieter Ludwig   
Montag, 16. November 2009 um 15:43


Michel Robert auf Kellemoi de Pepita

(Fotos: GCT)

Doha. Das zum zweiten Mal ausgetragene Finale um den Sieg in der Global Champions-Tour wurde in Doha zum Triumph des großen französischen Altmeisters Michel Robert, steht aber nun auch als Beweis, dass der Reitsport für Klasse und Können keine Altersbeschränkung kennt. Michel Robert, der so fein seine Pferde reitet, wird an Heiligabend 62 Jahre alt. Doha ließ aber auch einen Deutschen strahlen, den Doppel-Olympiasieger von 1996, Ulrich Kirchhoff. Er wurde Vierter und hatte im Gegenteil zu den sonst so bekannten anderen deutschen Stars als einziger das Stechen erreicht.

„Das war schon für mich ein bisschen wie das bekannte Sahnehäubchen“, sagte er anschließend. Mit ihm hatte niemand im Stechen um das Geld gerechnet, nämlich mit Ulli Kirchhoff, der seit Herbst letzten Jahren unweit des Gardasees als Stallmanager und Trainer der italienischen schwerreichen Jonella Ligresti arbeitet („Mit Handschlagvertrag, ich kann jederzeit wieder aufhören“). Ein fast dummer Fehler im Stechen nach zwei schweren Runden auf dem Holsteiner Cassini-Nachkommen Carino raubte ihm den ersten Platz, „ich hätte durchaus gewinnen können“, er war nämlich schneller als der Erste und der Zweite. Aber 69.000 Euro waren sicher nicht von schlechten Eltern für den deutschen Meister von 1996, der wenige Wochen später auf dem Hengst Jus de Pommes fünf Tage vor seinem 29. Geburtstag jüngster Springreiter-Olympiasieger der Geschichte wurde. Und auch das sagte der Rosendahler, der demnächst in Dresden am Adventsturnier teilnimmt und keine Kaderzugehörigkeit mehr anstrebt: „Jetzt werden einige wohl mal still halten, alle jene, die mir immer Zeitfehler vorwarfen...“ Neuer Zeitfehler-Kandidat ist seltsamerweise inzwischen der zweimalige Weltcup-Gewinner Marcus Ehning (Borken).

 

13 Hunderstel entschieden über 300.000 €

Jos Lansink auf Valentina

Die Chance auf den Sieg und die 300.000 Euro-Prämie hatte Belgiens Weltmeister Jos Lansink auf der belgischen Stute Valentina, denn Michel Robert musste auf Kellemoi de Pepita als vorletzter Starter vorlegen, nachdem auch der Brasilianer Alberto de Miranda Neto auf Zeldendrust mit vier Fehlerpunkten aus der Arena zurück kam und am Ende Dritter wurde (120.000 €). Doch seine 49,76 Sekunden bei makellosem Umlauf im Nudeltopf des vom Reitsport nicht gerade verwöhnten Stadions im Scheichtum Katar hatten am Ende Bestand. Lansink blieb zwar auch ohne Abwurf, doch der gebürtige Niederländer mit Wohnsitz in Lanaken lag 13 Hundertstelsekunden über der Zeit des Franzosen, das waren auch 120.000 Euro weniger an der Kasse. Mit Tränen in den Augen nahm Michel Robert die Glückwünsche entgegen, „ich danke auch meiner Stute, die so großartig für mich gekämpft hat“, sagte er.

Nebenbei: Auf den ersten drei Plätzen ausnahmslos Stuten, aber keine aus deutscher Zucht.

 Ludger Beerbaum nicht im Finale

 Von den deutschen Teilnehmern erreichten neben Kirchhoff auch der frühere Doppel-Europameister Marco Kutscher (Riesenbeck) auf dem Schimmelhengst Cornet Obolensky und Daniel Deußer (Hünfelden) auf dem Westfalen-Wallach Aboyeur den mit 900.000 Euro dotierten Grand Prix. Kutscher wurde Sechster (30.000), der beim Tour-Erfinder Jan Tops in Valkenswaard (Niederlande) angestellte Bereiter Deußer (28) Achter (15.000). Nicht dabei im Finale waren Marcus Ehning und Ludger Beerbaum. Doch  Kutscher-Chef Beerbaum kam dennoch nicht zu kurz, immerhin ritt der viermalige Olympiasieger in Doha ohne Spitzenplatzierung insgesamt 34.500 Euro zusammen, was sich besonders gut macht, da keinem Reiter irgendwelche Kosten entstanden, da Flug und Unterkunft zusätzlich übernommen wurden.

 Im nächsten Jahr wird die Global Champions Tour sich auch in Chantilly bei Paris und mitten in Mailand präsentieren. Zu den Hauptsponsoren wird in der norditalienischen Metropole auch Jonella Ligresti gehören, die sich nach einem „on-dit“  bei der vergangenen höchstdotierten Serie in der Welt für angeblich 750.000 Euro als Springreiterin einkaufte. Geritten wird in Mailand „mitten in der Stadt“, weiß Ligresti-Vertrauter Ulli Kirchhoff. Insgesamt umfasst die Tour dann neun Stationen der Qualifikationsspringen, in Deutschland gehört das Derby-Turnier in Hamburg dazu, weitere Orte sind Arezzo in Italien, Valencia, Monte Carlo, Estoril und Valkenswaard. Das Finale ist in Rio de Janeiro geplant.

 Kurzporträt des Siegers:

 Michel Robert

24.12.1948

Frankreich

Vater war Arzt, verheiratet, zwei Kinder (Gael geb.1974, Emilie 1990). Begann in der Vielseitigkeit, Landesmeister 1970, Europameisterschafts-Teilnehmer 1971 in Burghley und bei Olympia in München 1972.

 

1987, 1989 und 2003 jeweils Zweiter mit der Spring-Equipe, dazu Bronze 1993 mit der Mannschaft und Silber in der Einzelwertung bei Europameisterschaften,

Nahm in Hickstead 1999 an seinen siebten Europameisterschaften teil.

 

Bei der WM in Dublin 1982 Mannschafts-Champion und Dritter in der Einzelwertung, 1986 in Aachen mit der Equipe Bronze, in  Den Haag 1994  zweimal Silber: In der Einzelwertung mit einem Viertelzeitfehlerpunkt hinter Franke Sloothaak sowie mit der Mannschaft (Roger-Yves Bost, Philippe Rozier, Eric Navet).

 

Bei Olympia 1988 Bronze mit der Equipe in Seoul.

 

Fünf Mal Landesmeister (83, 85, 91, 94 und 2003).

 


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