







| Spitzensport nun gesetzliche Grundlage in Deutschland |
|
|
|
| Geschrieben von: DOSB/ dl |
| Mittwoch, 08. Juli 2026 um 17:17 |
|
Frankfurt/ Main. Der Spitzensport bekommt in Deutschland erstmals eine explizite gesetzliche Grundlage auf Bundesebene und mit der Spitzensportagentur einen neuen Motor für mehr Erfolg und mehr Medaillen. Und mehr Geld soll es auch geben, angeblich über 350 Millionen Euro im Jahr ab 2027… Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) ist mit den Änderungen auf den letzten Metern im Großen und Ganzen zufrieden. Jetzt müssen alle die neuen Grundlagen nutzen, die Agentur arbeitsfähig machen und unseren Athlet*innen damit beste Rahmenbedingungen bieten. Der DOSB begrüßt ausdrücklich die Einigung der Regierungskoalition und dankt insbesondere den Berichterstattern Stephan Mayer (CDU/CSU) und Bettina Lugk (SPD) für ihren Einsatz. Die Zustimmung der Grünen beweist die breite Unterstützung, die das Reformvorhaben in der Politik hat. DOSB-Präsident Thomas Weikert: „Wir wollen Deutschland zurück in die Weltspitze des Sports führen. Wir wollen ein System gestalten, das nachhaltige Spitzenleistungen hervorbringt. Wir wollen unseren Athleten beste Bedingungen für internationalen Erfolg bieten. Mit der Einigung zum Sportfördergesetz rücken wir diesen Zielen ein deutliches Stück näher. Gerade vor dem Hintergrund einer deutschen Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele ist klar: Wir wollen vorne mitspielen – erst recht bei Spielen zuhause. Das Gesetz bietet eine gute Grundlage, auf der wir Erfolge aufbauen können.“ Das Sportfördergesetz hat in den vergangenen Tagen und Wochen noch wichtige Nachbesserungen erhalten. So wurde die Autonomie des Sports im Gesetz deutlicher verankert, im Aufsichtsgremium der Agentur agieren Sport und Politik mehr auf Augenhöhe und dank eines Sitzes für ein Mitglied der Athletenkommission des DOSB wird auch die Stimme der Athleten in dieser neuen Institution für den Spitzensport noch deutlicher gehört. Diese Änderungen stärken das Gesetz und die geplante Spitzensportagentur und erhöhen die Chancen, das Ziel der Reform zu erreichen: Mehr Erfolge für Athleten und damit mehr Medaillen für Deutschland. Dabei hätte das Gesetz sogar noch Luft nach oben gehabt: Mehr Planungssicherheit durch ein klares Finanzierungsbekenntnis des Bundes, mehr Unabhängigkeit der Agentur und mehr Mut beim Bürokratieabbau wären aus Sicht des DOSB möglich gewesen. DOSB-Leistungssportvorstand Dr. Olaf Tabor: „Das Sportfördergesetz bietet eine gute Ausgangsbasis. Jetzt gilt es vor allem, die Spitzensportagentur zügig aufzubauen, ins Arbeiten zu bringen und ihr die nötige Beinfreiheit zu geben. Die Erwartungshaltung ist klar: Der Medaillentrend bei Olympischen Spielen muss umgekehrt werden. Klar ist aber auch, dass Strukturen allein keine Erfolge schaffen. Wir brauchen auch in Zukunft eine verlässliche Finanzierung des Spitzensports, echte partnerschaftliche Zusammenarbeit von allen Akteuren im Leistungssport und schlicht und einfach mehr Sport und Bewegung in unserer Gesellschaft, insbesondere bei Kindern und Jugendlichen, dazu funktionierende Sportstätten und engagierte Trainerinnen und Trainer.“ Das Sportfördergesetz soll noch an diesem Freitag, 10. Juli, vom Deutschen Bundestag beschlossen werden. Mit der finalen Beratung des Bundesrates ist Ende September zu rechnen. Nach dem voraussichtlichen Inkrafttreten im Oktober soll unmittelbar die Gründung der Stiftung erfolgen und damit der Aufbau der neuen Spitzensportagentur vorangetrieben werden.
|